Psychiatrische VerlaufskontrollePsychiatrische VerlaufskontrollePsychiatrische Verlaufskontrolle
Psychiatrische VerlaufskontrollePsychiatrische VerlaufskontrollePsychiatrische Verlaufskontrolle
Ziele und Inhalte der psychiatrischen Verlaufskontrolle sind
  • die Überwachung der aktuellen Medikation der Klienten und, wenn notwendig,
  • die Veranlassung von Änderungen der Medikation,
  • die Kontrolle der Diagnosen und des Verlaufs der psychiatrischen Erkrankungen
  • die Kontrolle des Therapieverlaufs und , wenn notwendig,
  • die Veranlassung von Änderungen im Therapieprogramm,
  • die Optimierung des Therapieverlaufs und der Medikation unter besonderer Berücksichtigung anderer psychiatrischer Begleiterkrankungen.

Psychiatrische Verlaufskontrolle

Die psychiatrischen Verlaufskontrollen finden unter der Leitung unseres Facharztes für Psychiatrie und Neurologie in den Therapiezentren in mindestens 14 tägigen Intervallen im Rahmen einer protokollierten Besprechung statt.

Im Sinne der Multiprofessionalität, Interdisziplinarität und Problemlösungskompetenz sind die Teilnehmer an der psychiatrischen Verlaufskontrolle im Wesentlichen jene Mitarbeiter, die für Betreuungs- bzw. Therapieprozesse verantwortlich oder daran beteiligt sind.

Im Anschluss finden mit den Klienten Visitationsgespräche mit dem Psychiater statt, die als psychiatrischer Befundberichte protokolliert werden.
Nachdem die medikamentöse Therapie der Alkoholabhängigkeit ein wesentlicher Bestandteil der Gesamttherapie ist, wird in enger Zusammenarbeit mit dem anwesenden Arzt die aktuelle Medikation der Klienten überprüft und gegebenenfalls Änderungen vorgenommen.

Komorbiditäten
Eine Alkoholabhängigkeit tritt praktisch nie nur für sich allein in Erscheinung. In den allermeisten Fällen handelt es sich bei einer Suchterkrankung um ein komplexes Geschehen. Dabei spielen psychische Erkrankungen eine wesentliche Rolle. Vor allem sind es Depressionen und Angststörungen, die die Alkoholabhängigkeit entwickeln bzw. fortbestehen lassen. Auch mit bestimmten Persönlichkeitsstörungen zeigt die Alkoholkrankheit enge Verbindungen. So finden sich bei Alkoholkranken bis zu 50 Prozent Merkmale von Borderline-Persönlichkeitsstörungen bzw. dissozialen Persönlichkeitsstörungen.
Hier hat das Instrument der psychiatrischen Verlaufskontrolle vor allem die Aufgabe, diese psychischen Erkrankungen vor allem in der Medikation zu berücksichtigen.

Gleichzeitig stellt die psychiatrische Verlaufskontrolle ein wichtiges supervidierendes Instrument im Sinne der Fallsupervision dar. Im Sinne von gegenseitiger Information und Kommunikation werden Sichtweisen ausgetauscht, Probleme, Fortschritte, Erfolge, Verbesserungs- und Entwicklungsmöglichkeiten besprochen und in folge die weitere therapeutische Vorgangsweise festgelegt.

Kontakt

Tel: 0463 / 55 2 80 - 0
Fax: 0463 / 55 2 80 - 10
E-Mail: office@agil.at

Agil Sozialpädagogik; Bindung – Co-Abhängigkeit - Sucht

Bindung – Co-Abhängigkeit - Sucht...