Integrationscoaching

Neben der medizinisch therapeutischen Behandlung der Klienten ist das Erreichen bzw. Wiedererreichen der Erwerbsfähigkeit ein wichtiger Baustein zur Erlangung der Abstinenz. Daher kommt auch der Integrationsarbeit  bei Agil Sozialpädagogik eine große Bedeutung zu.
 
Die Integrationsarbeit wird in mehrere Phasen aufgeteilt: 

1. Erstellen eines persönlichen Profiles
- Welchen schulischen oder beruflichen Abschluss hat der Klient?
- Welche Tätigkeiten hat er bisher verrichtet?
- Welche intellektuellen Fähigkeiten sind vorhanden?
- Gibt es körperliche Einschränkungen?
- Welchen Berufswunsch hat der Klient selbst?
- Mit welchen Materialien arbeitet der Klient gerne?
 
- Beschäftigt er sich lieber in einem Gebäude oder hält er sich bei der Arbeit lieber in freier Natur auf?
 
2. Festlegung konkreter Ziele
- Ist eine Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt möglich?
- Wären Tätigkeiten jenseits des 1. Arbeitsmarktes sinnvoller?
- Welche Zusatzqualifikationen wären für einen guten Einstieg in den Arbeitsmarkt notwendig?
 
3. Vorbereitung auf den Wiedereinstieg
- Kontaktaufnahme mit dem zuständigen Arbeitsmarktservice
- Organisieren von Praktika 
- Erstellen von Bewerbungsunterlagen
- Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch
- Jobfinding und Integration 

Die Antwort auf Fragen zum persönlichen Profil geben wertvolle Aufschlüsse für die Vorbereitung auf den beruflichen Einstieg nach erfolgreich beendeter Therapie. 
 
Bei manchen Klienten ist relativ rasch erkennbar, dass die berufliche Eingliederung nur gelingen kann, wenn der Klient zuvor berufsfördernde Leistungen wie eine Fort- und Weiterbildung im bisherigen oder eine Ausbildung  in einem neuen Beruf erhält. Daher müssen frühzeitig erforderliche Schritte eingeleitet werden. 
 
Die tatsächliche Belastbarkeit und Stressresistenz wird ebenfalls sehr oft unterschätzt. Die Absolvierung eines Praktikums ist ein gutes Instrument zur Abklärung und zur Sicherstellung, die richtige Berufswahl getroffen zu haben. Es gibt den Klienten auch die Möglichkeit, einen potentiellen Arbeitgeber und das neue Arbeitsfeld kennen zu lernen und die eigene Belastbarkeit und Stressresistenz zu erproben. 
Besonders eine mit einer Aus- und Weiterbildung verbundene „neue" Berufswahl muss gut hinterfragt werden. 
 
Wenn ein Klient jedoch, z. B. aufgrund multipler psychischer oder physischer Beeinträchtigungen nicht mehr in der Lage sein wird, ins Berufsleben einzusteigen, muss an gut strukturierten Tagesplänen gearbeitet werden. Die Suche nach ehrenamtlichen Tätigkeiten bzw. geringfügigen Beschäftigungen stellen dabei einen wichtigen Beitrag dar.

Kontakt

Tel: 0463 / 55 2 80 - 0
Fax: 0463 / 55 2 80 - 10
E-Mail: office@agil.at

Agil Sozialpädagogik; Bindung – Co-Abhängigkeit - Sucht

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