Wissenswertes - Christina Lora-Turteltaube
17.05.2017
Jobcoaching

Was ist eigentlich Arbeit?
„Arbeit ist der bewusste und zweckgerichtete Einsatz der körperlichen, geistigen und seelischen Kräfte des Menschen zur Befriedigung seiner materiellen und ideellen Bedürfnisse.“ (vgl. Brockhaus)
Arbeit ist ein Prozess, in dem Menschen soziale Beziehungen eingehen, die im gesamten Lebenszusammenhang von zentraler Bedeutung sind; hierzu gehören die Strukturierung der Zeit, die soziale Anerkennung und das Selbstwertgefühl.
Arbeit kommt in unserer Gesellschaft ein sehr hoher Stellenwert zu. Die Beschäftigung dient nicht nur dazu, seinen Lebensunterhalt zu verdienen, sie ermöglicht auch ein unabhängiges, selbstbestimmtes Leben. 

Aus diesem Grund beinhaltet unser Therapiekonzept auch das Manual “Jobcoaching“. In der Integrationsphase wird mit jedem Klienten ein Orientierungsgespräch geführt. Es werden der berufliche Werdegang sowie die Vorstellung über die berufliche Zukunft erhoben. Gemeinsam mit dem Klienten wird ein Plan erstellt, der an die Bedürfnisse des Klienten angepasst ist und auch die Wünsche der Klienten berücksichtigt. Im Vierphasenmodell, Leistungsprofilerstellung, individuelles Jobcoaching, Jobcoaching in Kleingruppen und gezieltes Jobfinding, werden die Klienten auf einen beruflichen Wiedereinstieg vorbereitet sowie werden sie für die zukünftigen Herausforderungen am Arbeitsmarkt gestärkt. Im Rahmen des Jobcoachings werden auch Praktika organisiert, damit Klienten ihre tatsächliche Belastbarkeit und Stressresistenz erproben können und um sicherzustellen, ob ihr gewähltes bzw. angestrebtes Berufsfeld auch das richtige ist. 

Mit jenen Klienten, die sich bereits in Pension befinden bzw. Klienten die aufgrund multipler psychischer oder physischer Beeinträchtigungen nicht mehr in der Lage sein werden ins Berufsleben einzusteigen, wird ein gesonderter Integrationsplan vereinbart: das Besuchen einer Tagesstruktur, das Arbeiten in einer geschützten Werkstätte oder das Nachgehen einer ehrenamtlichen Tätigkeit werden organisiert. 

Wir, in den Therapiezentren der Agil-Sozialpädagogik, versuchen durch soziale Reintegration die persönliche Entwicklung und Selbstbestimmung zu fördern und Eigenverantwortung und Eigenständigkeit zu stärken. Letztendlich ist das Ausfindigmachen einer Beschäftigung (das Nachgehen einer Arbeit, der Besuch einer Tagesstätte etc.) ein Ziel des Therapiekonzeptes, um für die Klienten nach der Therapie eine ideale Struktur zu schaffen.