Therapeutisches Angebot -
10.11.2014
Positive Psychologie – Positives Denken

Positive Psychologie ist die Selbstbezeichnung eines vom US-amerikanischen Psychologen Martin Seligman begründeten Forschungsprogramms. Dabei werden normativ positive Gegenstände der Psychologie, wie Glück, Optimismus, Geborgen-heit, Vertrauen, Verzeihen und Solidarität behandelt, welche laut Seligman in der anfänglich konflikt- und störungsorientierten Psychologie wenig beachtet wurden. Inzwischen benennt der Begriff eine Strömung (möglicherweise eine Schule) innerhalb der Psychologie.

Entstehung und neue Entwicklungen

In den ersten Jahrzehnten ihrer Entstehung beschäftigte sich die Psychologie nach Einschätzung von Vertretern der Positiven Psychologie hauptsächlich mit der Heilung psychischer Störungen, der Therapie von Mängeln. Sie war also defizitorientiert angelegt und nicht ressourcenorientiert. Die Positive Psychologie knüpft mit ihrer ressourcenorientierten Sichtweise an die Ideen der Humanistischen Psychologie an und viele ihrer Aspekte sind bereits in der ressourcenorientierten Psychotherapie zu finden. Der Blick auf die positiven Seiten der menschlichen Existenz ist in der Geschichte der wissenschaftlichen Psychologie nicht neu, jedoch ihr Bemühen auf breiter Basis um wissenschaftliche Fundierung.

Positive Psychology ist ein von den US-amerikanischen Vertretern geprägter Be-griff. Als Forschungsansatz im deutschsprachigen Raum wird sie nicht unter diesem Namen betrieben. Stattdessen existiert eine stärker interdisziplinär geprägte Glücksforschung. Anders als von den Vertretern der Positiven Psychologie suggeriert, beschäftigen sich große Teile der akademischen Psychologie mit Aspekten wie Zufriedenheit und Motivation. Psychische Krankheiten sind Gegenstand der Klinischen Psychologie.

Im US-amerikanischen und angelsächsischen Raum spielen Charakterstärken bzw. Kernqualitäten eine bedeutende Rolle in der Forschung zur Positiven Psychologie. Park, Peterson und Seligman führten zahlreiche empirische Studien in Verbindung mit der Identifikation menschlicher Charakterstärken durch. Auch in der kontinental-europäischen Forschung zur Positiven Psychologie im Bildungskontext spielen Kernqualitäten eine wichtige Rolle, beispielsweise in Untersuchungen zur Förderung der persönlichen Fähigkeiten von Menschen durch positive Aktivitäten.


Ziel und Schwerpunkte

Die Positive Psychologie verlässt nach ihrem eigenen Anspruch den bisherigen Forschungsschwerpunkt der defizitären Aspekte und wendet sich der Erforschung dessen zu, was den Menschen allgemein stärkt und das Leben lebenswerter macht. Die wissenschaftlich fundierte Erforschung der Themen basiert vorwiegend auf empirischen Erlebens- und Verhaltensbeobachtungen, aus denen Schlüsse gezogen werden. Sie beschäftigt sich mit den Bereichen der positiven Emotionen, des positiven Charakters und positiver Strukturen.

Dabei arbeitet die Positive Psychologie nicht unbedingt mit neuen Methoden. Selig-man betrachtet die Positive Psychologie "einfach nur als eine Verlagerung des Brennpunktes in der Psychologie: von der Erforschung schlimmster Erscheinungen im Leben zur Forschung darüber, was ein Leben lebenswert macht."

Nach Seligman hängen Glück und Lebensfreude stark von einer optimistischen Erwartungshaltung dem Leben gegenüber ab, und diese Erwartungshaltung kann gelernt werden. Bereits 1990 veröffentlichte er das Buch "Learned Optimism" ("Erlernter Optimismus"). Zuvor hatte er sich als Experte für "Erlernte Hilflosigkeit" einen Namen gemacht. Positive Psychologie darf nicht verwechselt werden mit dem sog. Positiven Denken.

Positives Denken wird in zwei sehr unterschiedlichen Kontexten gebraucht: zum einen in der "Positiven Psychologie", wo der Begriff für eine bejahende zuversichtli-che Haltung steht. Zum Anderen gibt es eine mehr "esoterische" Richtung, die von der Annahme ausgeht: "Wer Erfolg erwartet, der bekommt Erfolg. Wer Misserfolg erwartet, der bekommt Misserfolg".

Positives Denken im psychologischen Sinne hat als Ziel, eine positive Grundhal-tung zum Leben zu schaffen. Dazu gibt es vier Überzeugungen, die gestärkt werden sollen und sich gegenseitig ergänzen:

  • Optimismus - ich sehe das Leben positiv, ich erwarte eine positive Zukunft
  • Kontrolle - ich kann das eigene Schicksal beeinflussen, ich bin dem Schicksal nicht einfach ausgeliefert
  • Selbstwirksamkeit - ich habe die Kompetenz und die Erwartung, bestimmte Ziele erreichen zu können
  • Positive Bewältigung - ich kann kritische Lebensereignisse auf positive Art bewältigen.

Positives Denken im esoterischen Sinne hat das Ziel, durch Autosuggestionen das Bewusstsein und Unterbewusstsein zu beeinflussen. Durch die sog. "self-fulfilling prophecy", die "sich selbst erfüllende Prophezeiung", soll positives Denken auch zu positiven Effekten führen. Ausgegangen wird von der Vorstellung, der Mensch sei programmierbar und es gebe für alle Menschen die eine "richtige Pro-grammierung".

Martin P. Seligman sagte: "Es geht nicht mehr nur darum, Schäden zu begrenzen - und von minus acht auf minus zwei der Befindlichkeitsskala zu kommen -, sondern wie wir uns von plus zwei auf plus fünf verbessern können“.

In den Therapiezentren der Agil-Sozialpädagogik finden in der therapeutischen Arbeit die individuellen Stärken des Einzelnen Berücksichtigung. Diese werden gezielt eingesetzt, um Erfolgserlebnisse zu vermitteln, die das Selbstvertrauen, den Selbstwert und das Selbstbewusstsein aufbauen und stärken helfen, da gerade diese durch die Suchterkrankung oft stark beeinträchtigt sind und erst wieder hergestellt werden müssen.

Literatur

Auhagen, Ann Elisabeth: Positive Psychologie. Beltz-Verlag, Weinheim, 2., überarb. und erw. Auflage 2008. ISBN 978-3-621-27623-8.

Bucher, Anton: Psychologie des Glücks. Beltz-Verlag, Weinheim 2009, ISBN 978-3-621-27653-5.

Eichhorn, C.: Gut erholen – besser leben. Das Praxisbuch für Ihren Alltag. Klett-Cotta, Stuttgart 2006, ISBN 3-608-94413-3.

Haas, Oliver: Corporate Happiness: glückliche Menschen leisten gerne mehr. Erich Schmidt Verlag, 2010, ISBN 978-3-503-12657-6.

Seligman, Martin E. P.: Der Glücks-Faktor. Warum Optimisten länger leben. Lübbe 2005, ISBN 978-3-404-60548-4.

Seligman, Martin E. P.: Flourish - Wie Menschen aufblühen. Kösel-Verlag, München 2012, ISBN 978-3-466-30934-4.

Therapeutisches Angebot - Christa Bliem
14.10.2014
Kunstherbst 2014 im Schloss WelzeneggKunstherbst 2014 im Schloss WelzeneggKunstherbst 2014 im Schloss WelzeneggKunstherbst 2014 im Schloss Welzenegg
Kunstherbst 2014 im Schloss WelzeneggKunstherbst 2014 im Schloss WelzeneggKunstherbst 2014 im Schloss WelzeneggKunstherbst 2014 im Schloss Welzenegg

Es war uns auch heuer wieder eine große Freude, die im Laufe des letzten Jahres entstandenen Werke unserer Klienten, im Rahmen des Kunstherbstes im Schloss Welzenegg in Klagenfurt, einer breiten Öffentlichkeit präsentieren zu können. Der Schlossherr hat uns zu diesem Zweck wieder einen der schönsten Räume des alten Gemäuers zur Verfügung gestellt. 

Auch im heurigen Jahr konnte die Ausstellung wieder durch die Vielfalt der kunsthandwerklichen und gemalten Exponate beeindrucken.

Wir starteten unseren Kunstherbst am Freitagmorgen. Bepackt mit Bildern und erstmals auch Keramikarbeiten aus unserer Ergotherapie, machten wir uns auf den Weg von der Flattnitz nach Klagenfurt. Mit tatkräftiger Unterstützung einiger Klienten, wurden die Exponate ansprechend platziert und der Raum für die Besucher dekoriert. 

Nach der offiziellen Eröffnung am Abend gab es eine Modenschau, bei der Eigenkreationen präsentiert wurden. Anschließend konnten die doch zahlreichen Besucher in diesem speziellen Ambiente die vielfältigen Ausstellungsstücke bewundern.

Besonders hervorzuheben ist, dass neben dem großen Interesse gegenüber den Werken unserer Klienten, auch unserem Therapiezentrum selbst überaus großes Interesse entgegengebracht wurde. Viele der Besucher informierten sich über die Therapie bei uns im Hause und den Personenkreis, der diese in Anspruch nimmt sowie das Aufnahmeprozedere zum Absolvieren der Langzeittherapie in der Agil-Sozialpädagogik. 

Am Samstag konnten – wahrscheinlich infolge der anhaltend regnerischen Wetterbedingungen – viele Interessierte begrüßt werden. Auch unsere Klienten kamen mit einer Betreuerin nach Klagenfurt, wo sie die Möglichkeit hatten, nicht nur die eigenen Kunstwerke, sondern auch jene anderer Künstler zu betrachten. Dabei war es für sie ein überaus erhebendes Gefühl, die eigenen Exponate in einer kärntenweit beworbenen Ausstellung vorzufinden.

Auch am Sonntag riss der Besucheransturm nicht ab und es wurden weiterhin viele Informationsgespräche geführt. Ganz besonders freuten wir uns über den Besuch einiger ehemaliger Klienten, die uns aufgrund ihrer Erzählungen umfassende Einblicke in ihr Leben nach der Therapie vermittelten. Es ist immer wieder eine Bereicherung, ehemalige Klienten zu treffen, um zu erfahren, welch wichtigen Bestandteil das Absolvieren der Therapie in der Agil-Sozialpädagogik für ihr weiteres Leben darstellt. 

Am späteren Nachmittag ging für uns der diesjährige Kunstherbst dann zu Ende. Wiederum wurde unter Mithilfe einiger Klienten der nichtverkaufte Bestand verpackt und auf die Flattnitz gebracht. 

Der heurige Kunstherbst war sowohl für die verantwortliche Kunsttherapeutin, als auch für unsere Klienten wieder einmal ein Wochenende mit vielen schönen und durchaus interessanten Begegnungen. Wir freuen uns jetzt schon wieder darauf, unseren Klienten auch im nächsten Jahr wieder diese wunderbare Gelegenheit einräumen zu können, ihre Kunstwerke vielen Leuten präsentieren zu dürfen.

Therapeutisches Angebot - Sinikka Huhndorf
30.09.2014
Pankreatitis

Die Bauchspeicheldrüse (das Pankreas) ist ein Organ im linken Oberbauch. Sie ist 15 – 20 cm lang und wiegt ca. 70 – 80 g. Man unterscheidet den Kopf, den Körper und den Schwanz. Das Organ  hat zwei verschiedene Aufgaben: Regulation des Blutzuckerspiegels durch die Hormone Insulin und Glucagon und der Verdauung der Nahrung durch die Enzyme Alpha – Amylase (spaltet pflanzliche Stärke in einzelne Zuckermoleküle), Lipase (zerkleinert Fette), Chymotrypsin und Trypsin (spalten Eiweiße).
Täglich werden 1,5 – 2 l Verdauungssäfte produziert.

Die Pankreatitis ist eine akute oder chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse mit Einschränkung oder Verlust der Drüsenfunktion.                                                    


AKUTE PANKREATITIS

Ursachen: Gallenwegserkrankungen (Gallenflüßigkeit und Pankreassekrete gelangen über einen gemeinsamen Gang in den Zwölffingerdarm. Bei Verstopfung des Ganges kann es zu einer Pankreatitis kommen) und Alkoholabusus.

Symptome der akuten Pankreatitis sind: plötzlich einsetzende Oberbauchschmerzen mit gürtelförmiger Ausstrahlung in den Rücken oft verbunden mit Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Fieber, niedrigem Blutdruck, beginnender Darmlähmung.

Die akute Pankreatitis ist eine lebensbedrohliche Erkrankung, die auch tödlich verlaufen kann. Die Pankreasenzyme sind so aggressiv, dass sie das Organ angreifen und es verdauen können. Dabei kann das Pankreas so schwer geschädigt werden, dass die Blutzuckerregulation und die Verdauung nicht mehr funktionieren. Im Gewebe können Abszesse oder Zysten entstehen, oder es bilden sich in den umgebenden Blugefäßen kleine Blugerinnsel (Pfortaderthrombose).

Zur Diagnose werden u.a. Pankreasenzyme und Entzündungswerte bestimmt. Bildgebende Verfahren wie Sonographie, CT oder MRT werden durchgeführt.

Therapie: Schmerzlinderung, Nahrungskarenz, Infusionen, eventuell eine operative Behandlung bei Abszessen, Zystenbildung...

CHRONISCHE PANKREATITIS

Ist eine nicht heilbare Entzündung des Pankreas. Die wichtigste Ursache ist der Alkohol. Andere Ursachen sind Gallensteinerkrankungen.

Symptome: Fettstuhl, weil die fettlöslichen Enzyme meistens zuerst betroffen sind.
Gürtelförmige Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall, Gewichtsverlust.
Als Komplikationen können auftreten: Gelbsucht (durch die Abflusshinderung der Gallengänge), Diabetes mellitus, Mangel an fettlöslichen Vitaminen, Abmagerung, Pankreaskarzinom.

Therapie: Schmerzlinderung, leicht verdauliche, fettreduzierte Kost, Verdauungspräparate (bei fehlenden Verdauungsenzymen), Alkoholkarenz, bei Diabetes mellitus eine entsprechende Therapie.

ERNÄHRUNG BEI PANKREATITIS

Alle drei – vier Stunden kleine kohlenhydratreiche, fettarme Mahlzeiten.
Blähende Speisen vermeiden. Süßigkeitskonsum reduzieren. Vollkornprodukte, reichlich Gemüse, Kartoffeln und Obst sollten auf dem Speiseplan stehen. Die Speisen sollten mehr pflanzliches und weniger tierisches Eiweiß enthalten. Der Körper braucht ausreichend Flüßigkeit, idealerweise gutes Wasser.  

Wenn notwendig, Pankreasenzyme zu den Mahlzeiten einnehmen.
Pankreatitis ist eine häufige Komplikation bei der chronischen Alkoholkrankheit. 

Auch in den beiden Therapiezentren der Agil-Sozialpädagogik werden Patienten betreut, die an Pankreatitis erkrankt sind. In den medizinischen Gruppen und in den Einzelgesprächen werden sie auch über dieses Krankheitsbild informiert.

Therapeutisches Angebot - Bettina Puster
16.09.2014
Die Filmtherapie in der Suchtbehandlung

Der Film – ein wunderbares Medium das uns helfen kann, ein Stück mehr von uns selbst zu erfahren. Wir können in andere Rollen schlüpfen, wir können eintauchen in eine andere Welt und doch bei uns selbst bleiben. Gerade in der therapeutischen Arbeit mit suchtkranken Menschen können  Filme wie ein Ventil wirken. Es werden Geschichten erzählt, die dem eigenen Leben ähneln, es werden Themen aufgegriffen, die einem nahe gehen, es werden Szenarien entwickelt, die einem neue Wege zeigen. 

Filme sprechen mehrere Sinneskanäle an und wenden sich häufig an das Gefühlsleben. Sie wirken nicht nur auf die kognitive Ebene.  Sie erlauben vielmehr auch die Auseinandersetzung  mit Wut, Trauer und Schmerz, aber natürlich auch mit Freude, Zuversicht oder Hoffnung. Gerade dieser Aspekt macht den Film  so interessant und hilfreich in der Arbeit mit suchtkranken Menschen, denn sie sind und werden gefordert, sich mit ihren Gefühlen auseinander zu setzen. Sie spüren plötzlich Trauer und Verzweiflung, weil sie der Film mitreißt und in den Bann zieht. Sie lachen unerwartet und verspüren  Lebensfreude und Mut, weil sich die positive Kraft des Filmes  auf sie überträgt. Sie können jetzt über den Film und deren Protagonisten in der dritten Form sprechen und meinen nicht selten  sich selbst und genau darin liegt die Chance. Klienten die sich schwer damit tun über sich zu sprechen, denen es schwer fällt sich zu öffnen, hilft jetzt der Film und seine Protagonisten. Jetzt können Themen und Verhaltensweisen angesprochen werden, die bis dato nicht ansprechbar waren. Damit gelingt es ihnen, sich in der Gruppe zu öffnen und mit Hilfe des Films ihrem eigenen Drehbuch näher zu kommen.  

Aufgrund unserer Erfahrungen im Umgang mit  Filmtherapie kann gesagt werden, dass dies natürlich nur dann  funktioniert, wenn der Klient bereit ist, sich auf den Film zu konzentrieren und ihm ganz seine Aufmerksamkeit zu schenken.  Und damit das gelingen kann erfordert es ein hohes Maß an  therapeutischer Motivationsarbeit, die Klienten zu ermutigen, mit den Figuren im Film zu verschmelzen, ihre Innenwelt zu öffnen und sich ganz auf den Film einzulassen.

In den beiden Therapiezentren der Agil-Sozialpädagogik ist die Filmtherapie ein fester Bestandteil im Therapieprogramm. So kann die Gruppe gemeinsam den unterschiedlichsten Themen und sich selbst näherkommen.
  

“WIE IM HIMMEL“ ein schwedischer Film aus dem Jahre 2004

Gabriella's Song ( Songtext Übersetzung, aus dem schwedischen)

Jetzt gehört mein Leben mir

Meine Zeit auf Erden ist so kurz

Meine Sehnsucht bringt mich hierher

Was mir fehlte und was ich bekam

Es ist der Weg, den ich wählte

Mein Vertrauen liegt unter den Worten

Er hat mir ein kleines Stück gezeigt

Vom Himmel, den ich noch nicht fand

Ich will spüren dass ich lebe

Jeden Tag, den ich hab' ich will leben wie ich es will

Ich will spüren, dass ich lebe

Wissen, ich war gut genug!

(Oh,oh,oh...)

Ich hab mein Selbst nie verloren

Ich hab es nur Schlummern lassen

Vielleicht hatte ich nie eine Wahl

Nur den Willen zu leben

Ich will nur glücklich sein

Dass ich bin, wie ich bin

Stark und frei sein

Sehen, wie die Nacht zum Tag wird

Ich bin hier

Und mein Leben gehört mir

Und den Himmel, den ich suchte

Den find' ich irgendwo...

Ich will spüren dass ich mein Leben gelebt habe!!

Therapeutisches Angebot -
02.09.2014
Bericht über ein erfolgreich absolviertes Praktikum

Innerhalb der Alkoholtherapie stellt die in den letzten zwei Monaten stattfindende Integrationsphase einen wichtigen Bestandteil dar. Die Klienten haben während dieser Zeit die Möglichkeit sich im Gespräch mit dem Integrationscoach mit den eigenen Fähigkeiten und Stärken auseinander zu setzen. Eventuell mögliche neue berufliche Wege und Weiterbildungen werden besprochen und gemeinsam mit dem Klienten auf die Realisierbarkeit überprüft. Hier kann die Absolvierung eines mehrwöchigen Praktikums sehr hilfreich sein. Dadurch kann der Klient für sich selbst klären, ob der neue Berufswunsch auch in der Realität die richtige Berufswahl ist.  Er hat die Möglichkeit zu überprüfen ob er dem Druck des Arbeitsmarktes gewachsen ist und er bereits in der Lage ist eine Vollzeitbeschäftigung auszuüben.

Herr Daniel H. hat sich für den Beruf des Tierpflegers entschieden. Er erzählt in den Integrationsgesprächen von seiner Liebe zu Tieren und dem Interesse an der Arbeit mit ihnen. Vor einigen Jahren hat Herr H. bereits über das Arbeitsmarktservice ein Praktikum absolviert. 

Nun hätte Herr H. die Möglichkeit nach Therapieende eine berufsbegleitende Ausbildung zum Tierpfleger zu absolvieren. Diese Ausbildung würde auch vom Arbeitsmarktservice finanziert und unterstützt werden. 

Um sicher zu stellen, dass die Berufswahl auch tatsächlich die richtige Wahl ist absolviert Herr H. ein zweiwöchiges Praktikum im Tierkompetenzzentrum (TIKO) Klagenfurt. Er ist mit viel Begeisterung bei der Arbeit und erhält von den MitarbeiterInnen und der Geschäftsleitung durchwegs positive Rückmeldungen. Dies bestätigt Herrn H. in seiner Berufswahl.

Der Bericht über dieses Praktikum von Herrn H. lautet:

„In der Integrationsphase haben wir meinen beruflichen Weg besprochen. Ich habe nach der 4. Klasse Gymnasium meine Schulzeit für beendet betrachtet. Im Nachhinein habe ich feststellen müssen, dass dies ein Fehler war. Wenn ich mich für neue berufliche Wege interessiert habe, war mir der schlechte Schulabschluss immer ein Hindernis.

Nun habe ich beschlossen eine berufliche Ausbildung zu absolvieren und einen Lehrabschluss zu machen. Während meine Arbeitslosigkeit hatte ich bereits die Möglichkeit über das Arbeitsmarktservice Wels ein mehrwöchiges Praktikum im Tiergarten Wels zu machen. Da wurde mir bereits klar, dass dies meine berufliche Zukunft sein  könnte und ich eine Ausbildung zum Tierpfleger machen möchte. 

Während meines Aufenthaltes im TZ Saualpe  habe ich mich noch einmal sehr intensiv mit meinem Berufsweg auseinander gesetzt und kam zu dem endgültigen Entschluss, dass ich die Ausbildung zum Tierpfleger machen werde. Im März 2015 beginnt ein 6 monatiger Kurs über das BFI Oberösterreich, in welchem mir die Möglichkeit geboten wird, in dieser relativ kurzen Zeit mich für den Lehrabschluss zum Tierpfleger vorzubereiten. Nach einer Praxiszeit von 1,5 Jahren habe ich dann die Möglichkeit zur Lehrabschlussprüfung anzutreten.

Da ich noch einmal ein Praktikum absolvieren wollte, haben wir in der Integrationsarbeit gemeinsam mit dem Integrationscoach nach Tierheimen im Raum Klagenfurt gesucht. 

Im TIKO Klagenfurt wurde mir die Möglichkeit geboten meinen Berufswunsch noch einmal zu überprüfen und zu festigen.

Im TIKO Klagenfurt sind ca 130 Katzen, ca 90 Hunde und wenige Hasen, Meerschweinchen, Ratten, Hängebauchschweine und Ziegen untergebracht. Es ist ein ca 2 Jahre altes Tierheim. Die Zwinger sind relativ groß, sauber und die Tiere haben auch die Möglichkeit ins freie Gelände zu gehen.

Für mich persönlich war es eine sehr gute Erfahrung. Das Arbeitsklima war sehr angenehm. Die Arbeitszeiten waren von 7.00 – 15.30. Es gab um 10.00 und um 12.00 15 Minuten Pause. Meine Tätigkeiten umfassten das Reinigen der Katzen und Hundezwinger und  das Mithelfen beim Füttern  der Tiere.

An manchen Tagen blieb  ich auch etwas länger. Ich merkte bei diesem Praktikum wieder einmal, dass der Umgang mit Tieren mir sehr liegt. Die Mitarbeiter waren alle sehr freundlich und zuvorkommend. Im Gegensatz zu Firmen bzw. Unternehmen gab es dort so gut wie keine Eile bzw. Stress. 

Durch das Praktikum weiß ich jetzt aber auch, dass ich eher in einem Tiergarten als in einem Tierheim arbeiten möchte, da die Arbeit im Tiergarten meines Erachtens doch abwechslungsreicher ist. „

Neuigkeiten -
22.08.2014
Sport- und Sommerfest 26. 7. 2014Sport- und Sommerfest 26. 7. 2014Sport- und Sommerfest 26. 7. 2014Sport- und Sommerfest 26. 7. 2014Sport- und Sommerfest 26. 7. 2014
Sport- und Sommerfest 26. 7. 2014Sport- und Sommerfest 26. 7. 2014Sport- und Sommerfest 26. 7. 2014Sport- und Sommerfest 26. 7. 2014Sport- und Sommerfest 26. 7. 2014

Geselliges Beisammensein mit sportlicher Betätigung am Freizeitgelände der Gemeinde Glödnitz

Am 26. 7. 2014 fand das traditionelle, alljährliche Sport- und Sommerfest am Freizeitgelände der Gemeinde Glödnitz am Fuße der Flattnitz statt. Alle Klienten der Therapiezentren Saualpe und Eisenhut, sowie Betreuer, Therapeuten  und ehemalige Klienten waren dazu recht herzlich eingeladen. Ebenso konnten deren Angehörige am Sportangebot teilnehmen und das kulinarische Angebot nutzen. Als besondere Gäste durften wir einige Bewohner des ZPSR Lakonig und dessen Leiterin begrüßen. Das Zusammenkommen sollte unter anderem zu Bewegung und Sport anregen, aber auch auf geselliges Beisammensein auf einer Sportveranstaltung nach Therapieende vorbereiten. 

Nach der Begrüßung aller Anwesenden, unter anderem durch Vzbgm. Gert Kronlechner, konnte das Fest seinen Gang nehmen. 

Um 9:30 war ein Fußballmatch angesetzt, wobei sich die beiden Teams aus Klienten zusammensetzten. Besonders erfreulich war auch die Teilnahme von zwei weiblichen Mitspielerinnen beim Team des TZ Eisenhut. Nach zwei spannenden Halbzeiten setzte sich das Team des TZ Eisenhut, das aus einigen „Legionären“ (ehemalige Klienten, Angehörige, Bewohner von ZPSR Lakonig) bestand, mit 6:5 durch. Das Match verlief fair und sportlich, es mussten auch keinerlei Verletzungen in Kauf genommen werden. 

Schon während des Matches wurden Anmeldungen für das Boccia-Turnier entgegengenommen, letztendlich meldeten sich 16 Teams zu je zwei Teilnehmern an. Im Anschluss an das Fußballspiel startete also das Turnier, das auf vier Bahnen ausgetragen wurde. Die Teams wurden in 4 Gruppen zu je 4 Teams eingeteilt, wobei diese um den 1. Platz in der Gruppe und den darauffolgenden Aufstieg ins Halbfinale wettkämpften. Nach spannenden Halbfinalspielen und einem Finale, das von einem Team bestehend aus zwei Männern vom TZ Saualpe und einem Team bestehend aus zwei Damen vom TZ Eisenhut bestritten wurde, stand das Damen-Team als Sieger fest. 

Dazwischen wurden alle Gäste von den Köchen beider Therapiezentren kulinarisch mit Gegrilltem, Salaten, Saucen, Kaffee und Kuchen usw. verwöhnt. 

Auf Grund der regen Teilnahme am Bocciaturnier und der daraus folgenden langen Dauer konnte das gemeinsame Beachvolleyballspiel im nahe liegenden Naturbad Glödnitz nicht mehr stattfinden. Einige konnten jedoch die Zeit durchaus zu einem Tennnismatch, da auch Tennisplätze und das nötige Equipment zur Verfügung gestellt wurden, nutzen. Ebenso wurde das Angebot zum Baden im Naturbad in Anspruch genommen. 

Zum Abschluss des Festes wurde die Ehrung der teilnehmenden Sportler vorgenommen. Auf die Gewinner des Bocciaturniers warteten interessante Preise und auch die Fußballteams wurden mit Pokalen geehrt. 

Im Großen und Ganzen war das Sportfest ein voller Erfolg, was nicht zuletzt  mit den überraschend guten Wetterbedingungen, der Mithilfe von Personal und Klienten bei der Organisation sowie  der Teilnahme aller Gäste am Sportangebot zurückzuführen ist. 

Erfahrungsberichte - Susanne Simoner
11.08.2014
Alkohol!

Frau Horn war bis vor kurzem eine Klientin im Therapiezentrum Eisenhut.

Sie nutzte sämtliche  Therapieangebot unseres Hauses sehr interessiert  und setzte sich  intensiv mit ihrer  Alkoholerkrankung auseinander. So  gelang es ihr  in relativ kurzer Zeit eine „gesunde“ Distanz zu ihrem Krankheitsbild zu erarbeiten. 

Als  Ausdruck ihres Therapieerfolges, kann man wohl das, in aufwändiger Arbeit entstandene  Gedicht, ansehen, das sie uns  anlässlich ihres Therapieendes widmete. 

Da es ihr wichtig war, dieses auch der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen, erscheint es somit auf der Homepage.


Alkohol!

Ich hatte einen guten Freund. „Alki“ wurde er genannt, manch anderer hätte ihn auch gekannt.

Wenn ich ihn gebraucht hab, war er da, ich meinte, er sei wunderbar.

Er war es nur für ein paar Stunden, danach hab ich ihn nicht mehr gefunden. Mein Leben mit ihm es wurde grau, drum sagte ich ihm: „geh jetzt, Ciao“.

Er wollte nicht gleich, aber ich wurde nicht mehr weich.

„Nimm deinen Hut“, hab ich gesagt, „und gleich auch deinen Wanderstab“.

Nun ist er endlich fort von mir und brauch nie mehr stehn vor meiner Tür.

Auf solche Freunde verzichte ich gern, will ihn nicht mehr sehn und nichts mehr von ihm hörn. 

Therapeutisches Angebot -
21.07.2014
Keramik: Ein wichtiger Baustein der ErgotherapieKeramik: Ein wichtiger Baustein der ErgotherapieKeramik: Ein wichtiger Baustein der Ergotherapie
Keramik: Ein wichtiger Baustein der ErgotherapieKeramik: Ein wichtiger Baustein der ErgotherapieKeramik: Ein wichtiger Baustein der Ergotherapie

Seit geraumer Zeit ist das Therapiezentrum Eisenhut  im Besitz eines Keramikbrennofens, der sowohl vom TZ Eisenhut als auch vom TZ Saualpe genutzt wird.

Durch diese Anschaffung seitens unserer Einrichtung ergeben sich für die Ergotherapie neue Möglichkeiten, das Therapieangebot zu erweitern.

Aus therapeutischer Sicht ist die Anschaffung und die Einrichtung des Keramikbereiches ein weiterer wichtiger Schritt, um Fähigkeiten und Fertigkeiten unserer Klienten zu fördern.

Sowohl motorische ( z.B. grob u. feinmotorische ) als auch bilaterale Arbeitsweisen werden ebenso gefördert wie Konzentration und Merkfähigkeit.

Es ist ebenfalls Ziel, über mehrere Arbeitsschritte einen Gegenstand zu erarbeiten bzw. erhalten.

Das heißt, es muss planvoll gearbeitet werden.

Die Resonanz unserer Klienten hat gezeigt, dass die Anschaffungen und die stetige Erweiterung unserer Angebote, sowohl in der Ergo- als auch in der Kreativtherapie, die Klienten immer stärker zur Mitarbeit in den jeweiligen Therapien animieren. 

Der therapeutische Sinn der angebotenen Technik ist ein wesentlicher Aspekt unserer Arbeit.

Allerdings nicht der Einzige!

Therapie ist eine wichtige und sehr ernst zu nehmende Aufgabe.

Sie soll aber auch Freude machen und den Klienten und Klientinnen Freiraum zum Nachdenken geben und/oder die Möglichkeit, sich in die jeweiligen Techniken fallen zu lassen, um sich zu entspannen und offen für Neues zu sein.

Wissenswertes -
03.07.2014
Schuldenregulierung - ein zentrales Thema in den Therapiezentren

Viele unserer Klienten rutschen bereits vor Therapiebeginn in eine Schuldenspirale hinein. Dies beginnt meist unspektakulär. Das Einkommen und die laufenden Ausgaben halten sich die Waage, oft ist am Ende des Monates noch ein kleines Plus zu verzeichnen. Die Notwendigkeit Ansparungen zu treffen ist in dieser Situation nicht gegeben, man kann sich Konsumgüter leisten, außernatürliche Reisen etc. und dann eines Tages erkennt man, dass man doch mehr verbraucht hat als es das Einkommen erlaubt hat oder die Lebenssituation bzw. die Lebensumstände  haben sich geändert. Die Grenze zwischen Verschuldung und Überschuldung verschwimmt und es kommt der Zeitpunkt, wo bestehende Schulden (mögen sie auch nur in  geringer Höhe sein) nicht mehr bezahlt werden können. Die Schuldenspirale beginnt sich hiermit zu drehen, da die Zinsen und Spesen der bestehenden Schulden rasch anwachsen und meist größer sind als die zu zahlende Schuld. 

Besonders für Klienten mit einer Suchterkrankung spielt Geld eine zentrale Rolle, da durch das Verfügen über  finanzielle Mittel die Sucht befriedigt werden kann. 

Jedoch ist bei den Wenigsten ein finanzieller Rückhalt gegeben. 

Klienten verlieren aufgrund Ihrer Suchterkrankung  meist den Überblick  bzw. wissen  nicht mehr, wo und wie viele Schulden vorhanden bzw. gemacht worden sind. Aus diesem Grund wird in den Therapiezentren der AGIL-Sozialpädagogik ein Finanz Check durchgeführt. Dieser ist der erste Schritt in Richtung Regulierung der Schulden. Meistens reicht diese Intervention, um einen Überblick zu erlangen und es kann eine Vereinbarung mit dem Gläubiger/den Gläubigern erfolgen. Sollte dies nicht der Fall sein, ist der Finanz Check eine Vorbereitung für die Schuldnerberatung, die bei größeren Summen an Schulden ein wichtiger Vernetzungspartner der Sozialarbeiterinnen in den Therapiezentren ist. 

In Zusammenarbeit mit den Klienten werden  eine Gläubigerliste sowie eine  Übersicht über ihre Einnahmen und Ausgaben erstellt, bei gefährlichen Schulden entsprechende Maßnahmen getroffen und es wird versucht, Möglichkeiten der Einnahmenerhöhung zu prüfen sowie  Ausgaben zu senken. 

In der intensiven Zusammenarbeit mit den Klienten wird auch Augenmerk auf den Umgang mit Geld gelegt. Unterstützende Instrumente sind hierbei z.B. die Führung eines Haushaltsbuches. Jeder Klient, der  Schwierigkeiten im Umgang mit Geld hat, erhält ein Haushaltsbuch, in dem alle seine  Einnahmen bzw. Ausgaben notiert werden sollen, um auf diese Weise transparent zu machen, wie viel Geld von dem, was ihm zur Verfügung steht, für was und wann ausgegeben wird. Der Fokus dabei richtet sich auf die Einteilung des monatlich zur Verfügung stehenden Budgets, mit dem in erster Linie Fixkosten abgedeckt werden sollen. In weiterer Folge soll genau überlegt werden, wie viel vom restlichen „Ersparten“ für was ausgegeben werden kann bzw. darf.

Ziel des Fachbereiches Soziale Arbeit in den Therapiezentren in Bezug auf die Regulierung von Schulden sowie den Umgang mit Geld ist es, die Suchtklienten im Hinblick auf diese Thematik zu sensibilisieren, um auf diese Weise präventiv der Entstehung neuer Schulden nach der Therapie entgegenzuwirken.

(vgl.  Finanzcoaching, erste Schritte aus der Schuldenfalle, ASB Schuldnerberatung GmbH, Linz, 2012)

Neuigkeiten -
18.06.2014
„Delicious days“  im Therapiezentrum Saualpe“„Delicious days“  im Therapiezentrum Saualpe“„Delicious days“  im Therapiezentrum Saualpe“„Delicious days“  im Therapiezentrum Saualpe“„Delicious days“  im Therapiezentrum Saualpe“
„Delicious days“  im Therapiezentrum Saualpe“„Delicious days“  im Therapiezentrum Saualpe“„Delicious days“  im Therapiezentrum Saualpe“„Delicious days“  im Therapiezentrum Saualpe“„Delicious days“  im Therapiezentrum Saualpe“

Kulinarische Schmankerln werden im Therapiezentrum ja täglich geboten, aber zusätzlich sind wir Betreuer bemüht, auch Kreativität und Ideenreichtum unserer Klienten in die Speisenplanung miteinzubeziehen und vor allem zu fördern. Nicht nur die heimische Küche ist hier bei uns vertreten, wir versuchen täglich Abwechslung anzubieten, so auch beim aktuellen Kochprojekt. Unter dem Motto „Delicious days““ im Therapiezentrum Saualpe“  fand auch kürzlich wieder ein zweitägiger Kochworkshop in Zusammenarbeit mit Klienten und Betreuern statt. Hervorzuheben ist der Umstand, dass Kochen eine Vielzahl von Lernsituationen bietet und somit Lernprozesse mit allen Sinnen ermöglicht. Im Rahmen der Menüzubereitung am ersten Projekttag wurde versucht, griechisches Flair in unsere Küche zu zaubern und mit Speisen wie Bifteki sowie verschiedenen raffinierten Kartoffelvariationen, begleitet von frisch zubereitetem Tzaziki, gelang dieses Vorhaben reibungslos. 

Bei diesen kulinarischen Genüssen aß natürlich auch das Auge mit. Am zweiten Projekttag stand das Motto „Kreativ Kochen“ ganz im Zeichen unseres Projektes, gleichzeitig wurde jedoch der Aspekt „gesunde und bewusste Ernährung“ nicht außer Acht gelassen. Die absolute Herausforderung stellte für unsere Klienten eindeutig die Zubereitung des Abendessens dar, denn hier war alles erlaubt und  der Kreativität wurden keine Grenzen gesetzt. Natürlich durften auch Süßspeisen nicht fehlen und so wurden als kulinarischer Höhepunkt zum krönenden Abschluss saftige Apfel-Nuss-Zimt-Muffins produziert. 

Wie unser Kochprojekt zeigte, kann gemeinsames Kochen sehr viel Spaß bereiten, wenn ein Ziel verfolgt  und an einem Strang gezogen wird. Die Idee und deren Umsetzung fanden nicht nur bei unseren Klienten - sondern auch beim Personal großen Anklang.  Speziell jene Klienten, die im Prozess aktiv mitwirkten und tatkräftig unterstützten,  verspürten abends Erschöpfung und Müdigkeit, insgesamt überwog jedoch die Zufriedenheit über das positive Feedback und damit die Bestärkung aller Beteiligten. Der Kochworkshop bot unseren Klienten die Möglichkeit, gemeinsam zu planen und zu koordinieren sowie schließlich gemeinsam ein Erfolgserlebnis zu schaffen, was sich wiederum positiv auf das Miteinander in unserer Wohngemeinschaft auswirkte. 

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