Therapeutisches Angebot -
04.12.2012
Kekse backen auf der SaualpeKekse backen auf der Saualpe
Kekse backen auf der SaualpeKekse backen auf der Saualpe

Im Therapiezentrum Saualpe laufen bereits die ersten Weihnachtsvorbereitungen. Was wäre Weihnachten ohne Kekse und so starteten wir diese Woche mit dem Backen der weihnachtlichen Backwerke.

Es wurde Teig gerührt, gemixt, bis der Mixer schlussendlich aufgrund der Überlastung den sprichwörtlichen „Geist aufgab“.

Der Teig wurde dann in den Ofen geschoben, doch es gab auch die ein oder andere Panne. Im Sinne des bevorstehenden Weihnachtsfestes wurden in unserer Küche fleißig, unter Beteiligung vieler Mitarbeiter, nach alten Rezepten, die kulinarischen Vorbereitungen, für das bevorstehende Weihnachtsfest, getroffen.

Aber auch der etwas zu lange im Ofen befindliche Teig mundete. Trotz des etwas dunklen Erscheinungsbildes, wurde herzhaft zugegriffen. Das Abwaschen der Keksteller war fast kaum noch nötig, oder war da unser Kater Felix im Spiel?

Umso schöner wurden dann die anderen Kekse, welche uns durch die Festzeit begleiten werden.

Wir danken allen die mitgeholfen haben, ob das jetzt beim Backen war, oder beim Zusammenkleben der weihnachtlichen Genüsse, und freuen uns bereits auf die Weihnachtsfeier! Wir  bedanken uns bei Frau Bachmann, die uns leider verlässt, für Ihre Unterstützung und Umsetzung des Weihnachtsfestes und Ihre Arbeit also Ergotherapeutin.

Doch jetzt feiern wir Weihnachten mit Freude und Besinnung! 

Erfahrungsberichte - Michaela Wieser
30.11.2012
Erfahrungsbericht eines Klienten im TZ Saualpe

„Your Life was one long emergency“ (Bruce Springsteen)

 

Daniel G, 39, ist einer von jenen die es noch einmal versuchen, die zwar schon “ganz unten” waren, aber trotzdem oder vielleicht gerade deswegen weiter kämpfen. Seine authentische Lebensgeschichte bedarf keiner Ausschmückungen – umso erstaunlicher, dass der Mut, den Menschen wie Daniel aufbringen, um zurück zu einem lebenswerten Dasein zu finden, von der Gesellschaft durchaus nicht immer anerkannt wird.

„Von der Alkoholabhängigkeit: dem Tode sehr nah“ betitelt der gebürtige Oberösterreicher seine schlicht formulierte Lebensgeschichte, die gerade in ihrer Schlichtheit berührt: „Im Alter von 8 Jahren hatte ich den ersten Kontakt mit Alkohol. Mein Großvater lies mich von seinem Glas Bier kosten. Danach gab es ab und zu einen Schluck Bier oder Wein. Im Alter von 14 Jahren trank ich fast täglich 2 – 3 Flaschen Bier, hauptsächlich wegen schulischer und familiärer Probleme.

Als ich mit 15 Jahren zu arbeiten begann, hatte ich es auch nicht gerade leicht und trank daher immer mehr. In der Baufirma, bei der ich tätig war, war es üblich, zur Hause, zu Mittag und am Abend Bier zu trinken. Mit 18 trank ich eine Kiste Bier pro Tag, doch ich dachte mir nichts dabei, die Kollegen tranken ja auch alle.

Mit 21 heiratete ich das erste Mal. Doch die Ehe war ein Horror Trip. Die Frau ließ die Kinder, die sie in die Ehe mit gebrachte hatte, allein zu Hause. Wenn ich von der Arbeit nach Hause kam, war sie betrunken und die Kinder hatten nichts zu essen. Ich führte den Haushalt, kochte für uns alle. Ich selbst war eine lange Zeit trocken. Doch als ich bemerkte, dass meine Frau mich auch noch betrog, fing ich wieder mit dem Trinken an.

Nach einem Jahr konnte ich nicht mehr aufhören, trank alles, Bier, Rum, Wein, Schnaps, was gerade da war. Im Jahr 1993 ließ ich mich scheiden. Ich gab die Wohnung auf und zog in ein Firmenquartier. Im Alter von 23 Jahren, war ich alkoholkrank, versuchte mehrmals mir das Leben zu nehmen, da ich auch mit den finanziellen Problemen nicht mehr zurecht kam.

Mit 24 hörte ich mit dem Trinken auf. Ich schaffte es, 3 Jahre trocken zu bleiben, bis ich 2003 innerhalb von 3 Wochen mit dem LKW in zwei schwere Unfälle verwickelt war, die insgesamt sechs Todesopfer forderten. Mir kam keinerlei Schuld zu, aber ich verkraftete das Erlebnis nicht – der Absturz war unvermeidbar, ich trank wieder, täglich, bis zum Umfallen.

Meine zweite Frau, mit der ich gemeinsam in sieben Jahren drei Kinder hatte, ließ sich von mir scheiden. Von da an ging es steil bergab. Ich machte mehrere Entwöhnungen, die nichts halfen, wurde immer wieder rückfällig, konnte nicht mehr arbeiten, war jeden Tag volltrunken, schließlich verlor ich auch den Führerschein, landete schließlich auf der Straße.

Mein Leben war sinnlos geworden Wieder ein Suizidversuch, nur durch ein kleines Wunder überlebte ich. Das musste Sinn machen, dachte ich mir, mein Leben musste irgendwie weitergehen. Ich entschloss mich etwas zu unternehmen und entschied mich für eine Langzeittherapie bei der Agil Sozialpädagogik im Therapiezentrum Saualpe.

Seitdem hat mein leben wieder Sinn bekommen. Ich habe gelernt, ein Leben ohne Alkohol zu führen, und bin stolz darauf, trotz eines kleinen Rückfalls seit drei Monaten wieder trocken zu sein. Ich blicke zuversichtlich in meine Zukunft, mein Ziel ist es, trocken zu bleiben und wieder mit beiden Beinen fest auf der Erde stehen zu lernen. Ich habe auch wieder eine Freundin gefunen, die mein Vorhaben trocken zu bleiben voll und ganz unterstützt. Ich bin froh und glücklich am Leben zu sein und es wieder genießen zu dürfen.“

Bericht von Daniel G., ehemaliger Klient im TZ Saualpe

Neuigkeiten - Susanne Simoner
19.11.2012
Sandra, die neue Verstärkung des Team Eisenhut!

Im August 2012 erhielt das Team Eisenhut Unterstützung durch eine Praktikantin der Universität Klagenfurt. Die sich im zweiten Bildungsweg befindliche Studentin der Pädagogik und Psychologie wird sich bis voraussichtlich Mitte Februar aktiv in das Geschehen der therapeutischen Wohngemeinschaft einbringen. 
Der Spagat zwischen Studium, Praktikum und Familie stellt zwar eine Herausforderung dar, dennoch erledigt sie ihre Aufgabenbereiche mit viel Engagement und Gewissenhaftigkeit. 

In der Wohngemeinschaft hat sie die Möglichkeit sich an diversen Themengruppen (Reflektionsgruppen, soziales Kompetenztraining, Frauengruppen, usw.) zu beteiligen, das Team in organisatorischen Tätigkeiten zu unterstützen und anhand von Klientengesprächen Einsicht in das Leben von Suchterkrankten zu erlangen. 
Die erlangten Erfahrungen in der Praxis stellen eine wichtige Ergänzung zum bereits angelernten theoretischen Wissen dar. Beides sind essentielle Grundlagen für ihren weiteren beruflichen Werdegang im sozialpädagogischen Bereich. 

Das Team Eisenhut freut sich über die tatkräftige Unterstützung und ist gerne bereit einen breitgefächerten Einblick in das therapeutische Geschehen zu geben. 

Wissenswertes - Sinikka Huhndorf
15.11.2012
Ernährung und Alkoholkrankheit

Was bedeutet  Gesundheit?

von Dr. Sinikka Huhndorf & Ernährungsberaterin Gerlinde Storch

Gesundheit ist ein ständiges Produkt unseres Körpers. Unser Körper hat nichts anderes zu tun, als Gesundheit zu produzieren.

Gesundheit bedeutet körperliches, geistiges, soziales, materielles und spirituelles Wohlbefinden. Gesundheit ist ein kontinuierlich verändernder Prozess zwischen zwei Polen - Gesundheit und Krankheit (mehr oder weniger gesund / krank).

Bei der Alkoholkrankheit sind körperliches, geistiges, soziales, materielles und spirituelles Wohlbefinden aus der Balance geraten.

Es gibt kaum ein Organsystem, an dem nicht Krankheiten gefunden werden können, die mit Alkoholmissbrauch ursächlich in Verbindung gebracht werden. Allerdings werden verschiedene Organsysteme sehr unterschiedlich durch den Alkoholmissbrauch geschädigt. Ca. 75 % der Alkoholiker weisen Alkoholfolgekrankheiten auf.

Beim Alkoholiker wird die Ernährung häufig vernachlässigt, der Nährstoffbedarf der Betroffenen wird nicht oder nur unzureichend gedeckt. Dies führt langfristig zu Mangelerscheinungen, die schwerwiegende, zum Teil irreparable gesundheitliche Folgen haben können.

Ein Mangel an Vitamin B12 oder auch Thiamin-Mangel führt beispielsweise zu Nervenschäden und Gedächtnisproblemen. Die in der Mehrzahl der Fälle angegriffene Leber benötigt viel Eiweiß sowie mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die Vitamine A, C, E, aber auch Thiamin und Zink.

Wichtigste Krankheiten bei Alkoholismus:

  • Fettleber, Leberzirrhose
  • COPD  ( chronisch obstruktive Lungenkrankheit )
  • Bluthochdruck
  • Mangelernährung
  • Anämie  ( sog. Blutarmut )
  • Gastritis ( Magenschleimhautentzündung ), Magen-Darm-Geschwüre
  • Polyneuropathie
  • Chronischer Hirnschaden
  • Fettsucht
  • Kardiomyopathie  (Herzmuskelerkrankung)
  • Epileptische Anfälle
  • Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse)
  • Gicht
  • Osteoporose
  • Krebserkrankungen

 

Empfehlungen auf der Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse für eine gesunde und ausgewogene Ernährung.

  • Vielseitig essen:
    Abwechslungsreich, angemessene Menge nährstoffreicher und energiearmer Lebensmittel

  • Reichlich Getreideprodukte und Kartoffeln:
    Vollkornprodukte enthalten günstige Kohlenhydrate. Pflanzliches Eiweiß in Kartoffeln und Getreide  ist günstig für eine vollwertige Ernährung Brot, Nudeln, Reis, Getreideflocken, am besten aus Vollkorn, sowie Kartoffeln enthalten kaum Fett, aber reichlich Vitamine, Mineralstoffe  sowie Ballaststoffe und sog. sekundäre Pflanzenstoffe ( Carotinoide, Flavonoide ).

  • Reichlich Gemüse und Obst:
    Diese Lebensmittel gehören in den Mittelpunkt der Ernährung! Fünf Portionen Gemüse und Obst am Tag möglichst frisch und  bunt,  nur kurz gegart – idealerweise zu jeder Hauptmahlzeit und auch als Zwischenmahlzeit. Damit werden Sie reichlich mit Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen,  Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen ( Carotinoide, Flavonoide ) versorgt.

  • Wenig Fett und fettreiche Lebensmittel:
    Fett liefert lebensnotwendige Fettsäuren ( essentielle Fettsäuren, die zugeführt werden müssen, da sie im Organismus nicht synthetisiert werden ). Fett ist besonders energiereich und liefert doppelt so viel Energie wie die gleiche Menge an Kohlenhydraten oder Eiweiß. Daher kann zu viel Nahrungsfett Übergewicht fördern. Zu viele gesättigte Fettsäuren erhöhen das Risiko für Fettstoffwechselstörungen, mit der möglichen Folge von Herz-Kreislaufkrankheiten. Bevorzugen Sie pflanzliche Öle und Fette ( z.B. Raps- und Sojaöl ). Achten Sie auf die unsichtbaren Fette, die in Fleischerzeugnissen, Milchprodukten, Kuchen, Schokolade  sowie in Fast-Food -  und Fertigprodukten meist enthalten sind. Insgesamt 60-80 g Fett / Tag reichen aus.

  • Zucker und Salz in Maßen:
    Verzehren Sie Zucker und Lebensmittel bzw. Getränke, die mit verschiedenen Zuckerarten hergestellt wurden, nur gelegentlich. Benutzen Sie Zucker so sparsam wie ein Gewürz und nicht als Hauptnahrungsmittel. Zuviel Zucker wird vom Körper in Fett umgewandelt und in Form von Fettpolstern gespeichert. Würzen Sie kreativ mit Kräutern und Gewürzen und wenig Salz.

  • Reichlich Flüssigkeit:
    Wasser ist absolut notwendig.Der menschliche Körper besteht zu einem hohen Anteil aus Wasser und muss immer ausreichend versorgt werden. Trinken Sie ausreichend Flüssigkeit jeden Tag. Bevorzugen Sie Wasser und andere kalorienarme Getränke.

  • Täglich Milch und Milchprodukte:
    1 - 2 x pro Woche Fisch
    Fleisch-, Wurstwaren und Eier in Maßen

  • Schmackhaft und schonend zubereiten:
    Garen Sie die jeweiligen Speisen bei möglichst niedrigen Temperaturen, soweit es geht kurz, mit wenig Wasser und Fett, das erhält den natürlichen Geschmack, schont die Nährstoffe und verhindert die Bildung schädlicher Verbindungen.

  • Lassen Sie sich Zeit beim Essen:
    Essen ist ein sinnliches Erlebnis und soll Freude für Körper und Seele bereiten. Wer bewusster genießt, achtet auf Abwechslung und isst gesünder. 
    Nehmen Sie sich Zeit und beenden Sie Ihre Mahlzeit, wenn Sie satt sind !
    Essen Sie nicht aus Langeweile, Frust oder Stress – und schon gar nicht Lebensmittel, die Ihnen nicht schmecken.

  • Auf das Gewicht achten und in Bewegung bleiben:
    Ausgewogene Ernährung, viel körperliche Bewegung und Sport  ( 30 – 60 Minuten pro Tag ) gehören zusammen. Mit dem richtigen Körpergewicht fühlen Sie sich wohl und fördern Ihre Gesundheit.

Bei den Kochprojekten, die regelmäßig stattfinden, wird es unseren  Klienten gezeigt, wie man schonend mit Lebensmitteln umgeht, so dass der Vitamingehalt möglichst erhalten bleibt. Es wird  daran gearbeitet, dass ein Umdenken bei der Ernährung stattfindet. Unsere  Klienten lernen auch, dass Fertigprodukte und Konserven keinen Platz auf dem täglichen Speiseplan haben sollten.

Körper, Geist und Seele gehören zusammen. 

Ist der Mensch wieder in Balance, fühlt er sich wohl – und es gibt auch keine  ( Heiß- ) Hungerattacken!

Therapeutisches Angebot -
12.11.2012
Ringelblumensalbe - Ein Gruppenprojekt im Therapiezentrum SaualpeRingelblumensalbe - Ein Gruppenprojekt im Therapiezentrum SaualpeRingelblumensalbe - Ein Gruppenprojekt im Therapiezentrum SaualpeRingelblumensalbe - Ein Gruppenprojekt im Therapiezentrum SaualpeRingelblumensalbe - Ein Gruppenprojekt im Therapiezentrum SaualpeRingelblumensalbe - Ein Gruppenprojekt im Therapiezentrum SaualpeRingelblumensalbe - Ein Gruppenprojekt im Therapiezentrum Saualpe
Ringelblumensalbe - Ein Gruppenprojekt im Therapiezentrum SaualpeRingelblumensalbe - Ein Gruppenprojekt im Therapiezentrum SaualpeRingelblumensalbe - Ein Gruppenprojekt im Therapiezentrum SaualpeRingelblumensalbe - Ein Gruppenprojekt im Therapiezentrum SaualpeRingelblumensalbe - Ein Gruppenprojekt im Therapiezentrum SaualpeRingelblumensalbe - Ein Gruppenprojekt im Therapiezentrum SaualpeRingelblumensalbe - Ein Gruppenprojekt im Therapiezentrum Saualpe

Jeden Sommer blühen unzählige Ringelblumen im Garten des Therapiezentrum Saualpe. Heuer nahm die GESÜNDER-LEBEN-GRUPPE diese Blütenpracht zum Anlass, Schönes mit Nützlichen zu verbinden und entschied sich für die Herstellung einer Ringelblumensalbe.

Dafür wurden die leuchtend orangen Blütenblätter gesammelt, in einem großen Glasgefäß mit reichlich Sonnenblumenöl angesetzt und dann einige Wochen auf einen hellen Fensterplatz gestellt.

Jetzt, viele Wochen später, war es an der Zeit, das Ringelblumenöl weiter zu verarbeiten. Die Ringelblumenblüten wurden dafür aus dem Öl gefiltert, welches dann vorsichtig erwärmt und mit Bienenwachsplättchen angereichert wurde. Durch die Erwärmung kam es zum Verbinden von Öl und Wachs und es bildete sich eine cremige Konsistenz. Durch das Zugeben von Orangenöl erhielt die Salbe noch eine angenehme Duftnote.

Kleine Plastikdöschen, in vielen Apotheken erhältlich, wurden nun mit der Ringelblumensalbe befüllt und unter den Klienten, aber auch Mitarbeitern verteilt und sogleich auf Händen und Lippen begeistert ausprobiert.

Neuigkeiten -
29.10.2012
Besuch der Ausstellung „Hexen, Magier & Dämonen“Besuch der Ausstellung „Hexen, Magier & Dämonen“Besuch der Ausstellung „Hexen, Magier & Dämonen“Besuch der Ausstellung „Hexen, Magier & Dämonen“Besuch der Ausstellung „Hexen, Magier & Dämonen“Besuch der Ausstellung „Hexen, Magier & Dämonen“
Besuch der Ausstellung „Hexen, Magier & Dämonen“Besuch der Ausstellung „Hexen, Magier & Dämonen“Besuch der Ausstellung „Hexen, Magier & Dämonen“Besuch der Ausstellung „Hexen, Magier & Dämonen“Besuch der Ausstellung „Hexen, Magier & Dämonen“Besuch der Ausstellung „Hexen, Magier & Dämonen“

Die Ausstellung im Benediktinerstift St. Paul geht auf die Faszination des Unfassbaren ein, welche die Menschen von jeher in den Bann zieht. Ein Blick in die Vergangenheit führt zu spannenden Schauplätzen. Wirken und Macht der Geheimbünde, Hexen, Ketzer, Heilige sind Thema der Ausstellung, zahllose Beispiele aus der Malerei und Literatur werden gezeigt.

Wir vom Therapiezentrum Saualpe machten uns auf den Weg um diese Ausstellung zu besuchen. Dabei konnten wir über 600 Exponate aus diesem Zeitalter im Benediktinerstift St. Paul bewundern. Alleine die Vorstellung mit welchen Grausamkeiten Menschen in dieser Zeit gefoltert wurden, ließ uns erschauern.

Nach diesem lehrreichen und doch etwas gruseligen Nachmittag machten wir uns zum Abschluss noch auf zum Wörthersee um dort ein paar Sonnenstrahlen zu genießen und so den Tag ausklingen zu lassen. 

Therapeutisches Angebot -
16.10.2012
Sport- & Bewegungstherapie im Rahmen der Langzeittherapie von Alkoholabhängigkeit

Laut Definition des Deutschen Verbandes für Gesundheitssport und Sporttherapie versteht man unter bewegungstherapeutische Maßnahmen  Verfahren, welche mit den geeigneten Mitteln des Sports gestörte körperliche, psychische und soziale Funktionen kompensieren, regenerieren, Sekundärschäden vorbeugen und gesundheitlich orientiertes Verhalten fördern (http://www.dvgs.de/index.php?article_id=26&clang=0).

Abgeleitet aus dieser Definition lässt sich schlussfolgern, dass Sport und Bewegung als therapeutisches Mittel zur Behandlung Alkoholabhängiger besonders gut geeignet ist. Es ist mittlerweile nicht mehr nur ein Anhängsel in der Suchttherapie, welches von nicht in diesem Bereich ausgebildeten Betreuern durchgeführt, sondern von qualifizierten Sportwissenschaftern und -therapeuten geleitet wird. Dabei ist der Sporttherapeut nicht nur Sportlehrer sondern vereinigt in sich die Rolle des Animatuers und Therapeuten (Schmid, 2005).

Welche Möglichkeiten bieten Sport und Bewegung in der Arbeit mit Alkoholabhängigen? 

Die positiven Wirkungen von Sport auf die körperliche Leistungsfähigkeit und Gesundheit sind weithin und vielfach beschrieben. Diese gelten gleichermaßen sowohl für gesunde als auch für erkrankte Menschen. 

So können durch regelmäßige Bewegung, im besonderen durch Ausdauersport, folgende Effekte erzielt werden.:

  • Ökonomisierung der Herzfunktion
  • Zunahme der Muskelmasse des Herzens 
  • Steigerung des Schlagvolumens bei sinkender Herzfrequenz
  • Gesamtblutvolumenzunahme
  • Reduktion des Cholesterins
  • reduziertes Risiko für Gefäßverkalkungen
  • Anregung des Knochenstoffwechsels, welcher der Entwicklung von Osteoporose vorbeugt 

Kurz zusammengefasst formuliert der Sportmediziner Weineck die positiven Effekte regelmäßiger körperlicher Aktivität folgendermaßen: 

Gäbe es ein Medikament, das nur annähernd ähnliche segenreiche Wirkungen wie ein regelmäßiges Ausdauertraining auf alle Risikofaktoren degenerativer Herz-Kreislauf-Erkrankungen hätte, man könnte es wohl kaum bezahlen.“ (Weineck, S520f))

Neben positiven körperlichen Effekten sind jedoch auch schon zahlreiche günstige Auswirkungen auf den Gehirnstoffwechsel und die Psyche nachgewiesen.

Schon bei moderater körperlicher Belastung steigt die Durchblutung in verschiedenen Hirnregionen um bis zu 20 %. Dadurch kommt es zu einer Veränderung des Endorphin- und Serotoninspiegels im Körper, die im hohen Maße auf die Schmerzsensitivität mildernd und auf das Wohlbefinden steigernd wirken (Gottlob, 2007, S. 32; Dittrich, 2011, S. 8f).

Der amerikanische Psychiater Blumenthal attestiert regelmäßiger körperlicher Aktivität eine ähnliche Wirkung auf leichte Depressionen wie moderne Antidepressiva (Dittrich, 2011, S. 8f).

Studie zu Sport & psychischem Wohlbefinden

In einer Nordic-Walking Studie der Landes-Nervenklinik Linz wurde belegt, dass nach einem 60-minütigen Ausdauertraining das psychische Wohlbefinden gesteigert werden kann. 

Bei den teilnehmenden Patienten verbesserten sich die Parameter 

  • Ruhe, 
  • Aktiviertheit und 
  • positive Stimmung; 

Dagegen nahmen

  • Erregtheit, 
  • Nachdenklichkeit, 
  • Deprimiertheit und 
  • Energielosigkeit 

ab! (Stark, 2010, S8f).

Die positiven körperlichen und psychischen Auswirkungen sportlicher Aktivität können bei richtiger Wahl des sportlichen Mittels, zu weitern positiven Effekten im Bereich der personalen und sozialen Kompetenz führen. Durch ausgewählte sporttherapeutische Mittel kann der Umgang mit Stress und Aggression sowie mit Frustration (z.B.: bei Niederlagen im Spiel) verbessert werden (Deimel, 2011, S.10). 

Des Weitern lassen sich psychische Leistungsfaktoren wie Mut, Willensstärke Durchhaltevermögen, Konzentrationsfähigkeit, Risikobereitschaft gepaart mit einer realistischen Selbsteinschätzung, wie es zum Beispiel beim therapeutischen Klettern  gefordert wird, verbessern (Potyka, 2010, S.10f). 

Nicht zuletzt führen Erfolgserlebnisse sowie gesteigerte körperliche Leistungsfähigkeit zu einem erhöhten Selbstwertgefühl und fördern das Selbstbewusstsein.

Praktischer Einsatz von Sport in der Therapie von Alkoholabhängigkeit

Die Sporttherapie kann behilflich sein um Defizite im sozialen Bereich zu reduzieren. Teamsportarten bieten ideale Möglichkeiten zum Erlernen sozialer Verhaltensweisen (z.B. das Begreifen und Anerkennen von Regeln). Die Entwicklung von Verantwortungsgefühl gegenüber sich selbst und der Gruppe sind ebenso Thema wie ein angemessener energetischer Umgang mit den Gegenspielern. 

Elemente der Sporttherapie sowie der Erlebnispädagogik sind bestens geeignet um für Situationen zur Verbesserung von Kommunikation und Interaktion in der Gruppe zu sorgen. Diese Situationen sind bestens geeignet zum Erlernen gemeinsamer Problemlösestrategien (Deimel, 2011, S.10).

Ausgangspunkt für die sporttherapeutischen Maßnahmen sind die vorhandenen Funktionsressourcen jedes einzelnen Klienten. 

Aus diesem Grund sind ein ausführliches Erstgespräch sowie eine sporttherapeutische Testung, welche in Kooperation mit einem Arzt durchzuführen sind, Grundvoraussetzungen zur Festlegung sporttherapeutischer Interventionen. Neben den körperlichen Voraussetzungen sind vor allem Bewegungserinnerungen ausschlaggebend für die herangezogenen sporttherapeutischen Maßnahmen. Obgleich Sport mit seinen spezifischen Mitteln eine gleichwertige Rolle in Suchttherapie eingenommen hat, darf er nicht den Anspruch erheben jedes Problem zu lösen. Vielmehr ist die Zusammenarbeit in einem multiprofessionellen Team notwendig, in dem Sport als begleitende und unterstützende Maßnahme einzusetzen ist.

Um diese vielfältigen Ziele umzusetzen umfasst der Tätigkeitsbereich des Sporttherapeuten ein sehr breites Feld

  • Testungen, 
  • erstellen individueller Trainingspläne 
  • sowie die Leitung sporttherapeutischer Gruppen 

gehören zur täglichen Arbeit. 

Daneben stehen die 

  • Organisation und Durchführung outdoorpädagogischer Aktivitäten (z.B.: Campingausflüge) und 
  • sportlicher Veranstaltungen (Sportfest, Skitag, Fußballturnier, usw.) sowie 
  • die Mitgestaltung spezieller Gruppen (in Kooperation mit Ärzten, Ergotherapeut, Psychologen und Betreuer) 

auf dem Programm. 

Therapeutisches Angebot -
15.10.2012
Kreatives Gestalten als Ausdruck für Stimmung & GefühlKreatives Gestalten als Ausdruck für Stimmung & GefühlKreatives Gestalten als Ausdruck für Stimmung & GefühlKreatives Gestalten als Ausdruck für Stimmung & GefühlKreatives Gestalten als Ausdruck für Stimmung & GefühlKreatives Gestalten als Ausdruck für Stimmung & GefühlKreatives Gestalten als Ausdruck für Stimmung & Gefühl
Kreatives Gestalten als Ausdruck für Stimmung & GefühlKreatives Gestalten als Ausdruck für Stimmung & GefühlKreatives Gestalten als Ausdruck für Stimmung & GefühlKreatives Gestalten als Ausdruck für Stimmung & GefühlKreatives Gestalten als Ausdruck für Stimmung & GefühlKreatives Gestalten als Ausdruck für Stimmung & GefühlKreatives Gestalten als Ausdruck für Stimmung & Gefühl

Materialien wie Ton, Farbe, aber auch Speck-, Ytongstein oder Papier bieten Klienten im ergotherapeutischen Prozess die Möglichkeit, durch Bearbeitung und Gestaltung des Materiales nonverbal Zugang zur eigenen Person zu finden und Probleme, Emotionen oder belastende Lebensthemen auf sanfte Weise transparent zu machen.

Diese Form der kreativen Tätigkeit wird in der Ergotherapie als ausdruckszentriertes Arbeiten bezeichnet. Es ist im weitesten Sinn mit der Spontanität von Kindern vergleichbar, die Kreativität als Experimentierfeld wahrnehmen und nach Lust und Laune, ohne großes Überlegen, malen oder gestalten.

Die Intensität der Farben ist dabei ebenso Ausdrucksmittel wie die Dynamik des Pinselstriches oder Größe und Formen der Motive. Die Klienten lernen im TUN ( Interaktion ), ihren Fähigkeiten zu vertrauen, Mut für Neues zu entwickeln und vor allem ein wertfreies Verständnis zu  kreativen Objekten zu bekommen. Soll heißen, dass die Klienten beispielsweise Bilder nicht mit „gut“ oder „schlecht“ bewerten, sondern versuchen, Ausdruck, Dynamik und Farbwirkung mit ihrem persönlichen Gefühl wahrzunehmen. 

Gleichzeitig können Klienten dadurch Versagensängste oder zu hohes Anspruchsdenken minimieren, kreative Entfaltungsmöglichkeiten schaffen und erfahren, dass KREATIV SEIN ein „Entlastungsventil“ sein kann.

Therapeutisches Angebot -
02.10.2012
Walderlebniswelt am KlopeinerseeWalderlebniswelt am KlopeinerseeWalderlebniswelt am KlopeinerseeWalderlebniswelt am KlopeinerseeWalderlebniswelt am Klopeinersee
Walderlebniswelt am KlopeinerseeWalderlebniswelt am KlopeinerseeWalderlebniswelt am KlopeinerseeWalderlebniswelt am KlopeinerseeWalderlebniswelt am Klopeinersee

Der Herbst ist da! Die Wanderzeit beginnt!
Unter diesem Motto machten wir uns auf den Weg Richtung Klopeiner See, um die Walderlebniswelt zu besuchen. Pünktlich zur Öffnungszeit um 10 Uhr und bei leichtem Regen erreichten wir die Erlebniswelt. Trotz des schlechten Wetters ließen wir uns nicht abhalten und begaben uns auf den über 25 m Höhe gelegenen Baumwipfelpfad. Neben dem Rundweg mussten auch immer wieder waghalsige Elemente wie Hängebrücken und Balanceabschnitte gemeistert werden. Um wieder auf festen Boden zu gelangen wagten sich einige von uns auf die Riesenrutsche.

Dort angekommen beschritten wir  den Waldlehrpfad, wo wir auf sieben interaktiven Stationen Wissenswertes zum Thema Wald erfuhren. 
Weiter ging es auf den Balancierweg. Auf diesem wurden unsere koordinativen Fähigkeiten, vor allem das Gleichgewicht- nicht zu letzt auch aufgrund des nassen Wetters- besonders auf die Probe gestellt. 

Wieder sicheren Boden unter den Füßen verließen wir nach einer kleinen Stärkung die Erlebniswelt und wanderten weiter zum See. Da uns der Regen für kurze Zeit verschonte konnten wir die Seepromenade entlang über Klopein wieder zurückwandern. Bis uns der nächste Regenguss erreichte saßen wir bereits im Bus zurück auf die Saualpe.

Therapeutisches Angebot -
24.09.2012
Camping im GailtalCamping im GailtalCamping im GailtalCamping im GailtalCamping im GailtalCamping im GailtalCamping im Gailtal
Camping im GailtalCamping im GailtalCamping im GailtalCamping im GailtalCamping im GailtalCamping im GailtalCamping im Gailtal

Mitte September ging es mit sechs Klienten des Therapiezentrums Eisenhut für 3 Tage ins Gailtal zum jährlichen Campingurlaub.

Nach der eineinhalbstündigen Anreise und dem Aufstellen der Zelte ging es gleich weiter zum River Tubing auf die Gail. Ausgestattet mit Neoprenanzug, Helm und Schwimmweste trieben wir auf einem LKW-Rad großen Reifen die Gail hinab. Nur mit einem Paddel in der Hand meisterten wir Stromschnellen und umkurvten die Felsen. Nach 4 km Fahrt stürzten wir uns in die 12 Grad kalte Gail, und machten uns dann auf dem Weg zurück zum Campingplatz. Dort angekommen wurde gleich der Griller eingeheizt und die Salate zubereitet um uns für das Abendprogramm zu stärken. Es ging auf  die campingplatzeigene Kegelbahn.

Am nächsten Tag ging es hoch hinauf ins Felsenlabyrinth auf dem Nassfeld. Dort galt es Felswände und Hochseilparks zu meistern. Die Flying Foxmeile stellte für alle eine große Herausforderung dar. Bei dieser saust man in mehreren Teilstrecken die 480 m lange Strecke auf bis zu 15 m Höhe gespannten Stahlseilen talwärts. Bevor es wieder hinunter ging genossen wir noch den wunderschönen Panoramablick bei einer Tasse Kaffee.
Nach der abendlichen Grillerei entschieden wir uns spontan für einen Abstecher zum Harley Treffen am Faaker See. Im Free Biker Village gab es neben Live-Musik und Händlermeile vor allem tausende bis zu über 100.000 € teure Motorräder zu bestaunen.

Am nächsten Morgen nützten wir das schöne Wetter zunächst für eine Runde Minigolf. Nach Abbau der Zelte ließen wir den Campingausflug mit einem gemütlichen Badetag am Presseggersee ausklingen.

Diese auf das jeweilige körperliche Leistungsvermögen abgestimmten konditionellen und koordinativen Anforderungen an die Teilnehmer, führten in vielerlei Hinsicht zu Erfolgserlebnissen. Die Elemente der Erlebnispädagogik wurden von den Klienten genutzt um Unsicherheiten und Ängste abzubauen und die eigenen Grenzen kennenzulernen. Darüber hinaus waren sie bestens geeignet um die Kommunikation in der Gruppe zu verbessern.

War der Zusammenhalt schon zu Beginn gut so konnte dieser über das Wochenende weiter gesteigert werden. Als Beispiel sei die verbesserte Integration eines Klienten, welche bis dahin noch nicht so gut gelungen ist, angeführt. Er brachte sich im Laufe des Wochenendes vermehrt und eigeninitiativ in die Gruppe ein. So übernahm er selbständig und ohne Aufforderung Arbeiten für das gesamte Campingteam. Von Seiten der anderen Klienten wurde offener und verständnisvoller auf ihn zugegangen. Diese positive Haltung zueinander blieb auch über den Campingausflug hinaus bestehen.

 

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