Neuigkeiten -
04.09.2013
Erlebnispädagogik pur beim Campingausflug ins GailtalErlebnispädagogik pur beim Campingausflug ins GailtalErlebnispädagogik pur beim Campingausflug ins GailtalErlebnispädagogik pur beim Campingausflug ins GailtalErlebnispädagogik pur beim Campingausflug ins GailtalErlebnispädagogik pur beim Campingausflug ins GailtalErlebnispädagogik pur beim Campingausflug ins Gailtal
Erlebnispädagogik pur beim Campingausflug ins GailtalErlebnispädagogik pur beim Campingausflug ins GailtalErlebnispädagogik pur beim Campingausflug ins GailtalErlebnispädagogik pur beim Campingausflug ins GailtalErlebnispädagogik pur beim Campingausflug ins GailtalErlebnispädagogik pur beim Campingausflug ins GailtalErlebnispädagogik pur beim Campingausflug ins Gailtal

Ende August ging es mit 7 Klienten des Therapiezentrums Saualpe zum jährlichen Campingausflug ins Gailtal. Für diese dreitägige sporttherapeutische Aktivität wurde der Campingplatz Flaschberger in der Nähe des Pressegersees gewählt. Dieser bot optimale Bedienungen für die geplanten Aktivitäten, als Ausgangspunkt für die outdoor pädagogischen Elemente, als auch für das Rahmenprogramm am Platz. 

Nach dem Zeltaufbau machten wir uns auf den Weg nach Tröpolach, dem Startpunkt unserer einstündigen River Tube Tour auf der Gail. Trotz des Neoprenanzuges stellte sich der Sprung in die 13 °C kalte Gail durchaus als Herausforderung dar. Gemeinsam meisterten wir mit den Tubes die 4 km lange Strecke flussabwärts. Nach diesem Abenteuer ging es zurück auf den Campingplatz, dort ließen wir den Tag mit einem gemütlichen Grillabend ausklingen.

Am nächsten Tag ging es mit dem Millenium Express hinauf in die Karnische Bergwelt:

Auf der Tressdorfer Alm auf ca. 1600 m nahmen wir Pfeil und Bogen in die Hand. Nach einer kurzen technischen Einschulung im 3-D Bogensportpark,  versuchten wir mit je 5 Pfeilen die 12 3-DScheiben zu treffen. Dieses Erlebnispädagogisches Tool wurde von allen Teilnehmern begeistert angenommen und genützt. 

Nach der Bogensportlichen Aktivität fuhren wir mit der Bergbahn noch auf 2000 m hoch bis zur Bergstation, um danach auf Kärntens längster Sommerrodelbahn, dem Pendolino - 2,2 km und 400 Höhenmeter talwärts -  zu rasen.

Am Abend ging es schließlich auf die campingplatzeigene Kegelbahn. Auf dieser versuchten wir bis spät in den Abend hinein alle Neune zu treffen.
Am letzten Tag meinte es das Wetter leider nicht so gut mit uns. Es gewitterte und regnete in Strömen. Da die Wetterprognose keine Besserung versprach, entschlossen wir uns,  gemeinsam zuerst die Zelte abzubauen und erst im Anschluss mit dem Ausflug zu starten. Um ca. 10 Uhr hatten wir alles im Bus verstaut und machten uns über das Gailtaler Heimatmuseum auf den Rückweg ins Therapiezentrum Saualpe.

Wie bei jeder sporttherapeutischen Intervention wurde der Schwierigkeitsgrad der Aktivitäten den jeweiligen Leistungsmöglichkeiten der Klienten angepasst, um einen möglichst hohen Grad an positiven Effekten zu sichern. Dennoch ist es manchmal nicht möglich, einem Klienten einen Misserfolg zu ersparen. Hier kann er aber üben, mit Frustrationen umzugehen, seine eigenen Grenzen zu erkennen, ohne sich selbst zu entwerten und die Leistungen der anderen zu respektieren und zu schätzen.

Wissenswertes - Fritz Sztuparits
21.08.2013
Langzeittherapie bei Alkoholkranken senkt die Kosten für Allgemeinheit

Jeder 10. Österreicher wird im Laufe seines Lebens alkoholkrank. Werden Alkoholkranke nicht oder unzureichend therapiert, kostet dies der Allgemeinheit ein Vielfaches verglichen mit einer effizienten Langzeittherapie für Alkoholkranke. Eine Langzeittherapie ermöglicht außerdem die erfolgreiche Wiedereingliederung ins Berufsleben. 

Früh- und Invaliditätspensionen machen schon jetzt einen beträchtlichen Teil der indirekten Kosten der Alkoholkrankheit aus.  In Zukunft wird der Rehabilitation durch Therapie eine noch größere Bedeutung zukommen. Grund ist eine Änderung im Sozialrecht im Jahr 2014, wonach Früh- und Invaliditätspensionen für Personen unter 50 Jahren nicht mehr wie bisher bewilligt werden sollen. Ziel ist es, durch Rehabilitation die Betroffenen wieder in die Erwerbstätigkeit  einzugliedern. So sollen die Kosten für die öffentliche Hand gesenkt werden.

Laut einer Studie des Instituts für höheren Studien, die im Juli 2013 veröffentlicht wurde, werden rund 10% der österreichischen Bevölkerung alkoholkrank und 5% ab dem 16. Geburtstag sind als „chronisch alkoholkrank“ zu klassifizieren. 

„Gerade in Österreich, das eines der Länder mit dem stärksten Alkoholkonsum im internationalen Vergleich darstellt (an dritter Stellen im OECD Ranking 2011), dürften die volkswirtschaftlichen Kosten der Alkoholkrankheit beträchtlich sein.“

Agil Sozialpädagogik bietet im Rahmen einer Langzeittherapie wichtige rehabilitative Maßnahmen an. Um alkoholabhängige Menschen wieder erwerbsfähig zu machen, sind gute medizinische, psychiatrische und suchttherapeutische Angebote unverzichtbar. Denn bei der Alkoholkrankheit  treten noch viele körperliche und psychische Erkrankungen auf, die ebenfalls zur Erwerbsunfähigkeit führen. Im Rahmen der Langzeittherapie, in der die körperliche und psychische Gesundheit wiederhergestellt wird,  erfolgt im zweiten Schritt mittels geeigneter Maßnahmen die berufliche Integration. Somit können die Folgekosten von alkoholassoziierten Krankheiten gesenkt werden.

Im Hinblick auf eine erfolgreiche Therapie der Alkoholabhängigkeit und der damit verbundenen Begleiterkrankungen bietet Agil-Sozialpädagogik für jeden Klienten individuell differenzierte therapeutische Maßnahmen an. Diese sollen den betroffenen Menschen helfen, abstinent zu bleiben, selbständig zu leben und sich beruflich und gesellschaftlich wieder zu integrieren. Die Hauptziele dabei sind die Unterbrechung des Abhängigkeitsprozesses, die Entwicklung eines neuen Gesundheitsbewusstseins und die Änderung des Lebensstils.

 

Therapeutisches Angebot -
13.08.2013
Konfrontationstraining: Üben, dem Alkohol zu widerstehen

Ist der Alkoholkranke vom Alkohol entwöhnt und kein Alkohol verfügbar, ist das Verlangen in der Regel verhältnismäßig gering. Doch was, wenn im Supermarkt, im Restaurant oder bei Freunden das Suchtmittel wieder zum Greifen nahe ist? Sogenannte Konfrontationsverfahren helfen, die Klienten für die Zeit nach ihrer Therapie auf solche Situationen vorzubereiten.

Prinzip des Konfrontationsverfahrens ist, dass die Klienten unter therapeutischer Hilfe genau jene Situationen (Angststimuli) aufsuchen sollen, in denen ihre Probleme auftreten.

Die lang andauernde Konfrontation mit den symptomauslösenden Reizen führt zu Habituation (Gewöhnung),  Veränderung der Wahrnehmung und Bewertung von 

Problemsituationen und Handlungskompetenzen (z. B. realistischere Einschätzung von Gefahren, positive Einschätzung der eigenen Bewältigungsstrategien) und dem Aufbau neuer Verhaltensmuster (z. B. sich aktiv Problemsituationen stellen, anstatt vor  ihnen zu flüchten bzw. sie zu vermeiden).

Konfrontationsverfahren sind immer in eine therapeutische Gesamtstrategie eingebettet und setzen eine stabile Klient-Therapeut-Beziehung voraus!

Der Klient entscheidet sich nach Bedenkzeit ganz bewusst für oder gegen die Methode. Es muss ausreichend Zeit eingeplant werden, denn Expositionen über nur sehr kurze Zeitintervalle können zu einem Angstanstieg führen. Die Entscheidung, die Exposition abzubrechen, bleibt letztlich beim Klienten. Dennoch stimmt der Klient zu, dass der Therapeut versuchen wird, den Klienten in der Übung zu halten. Das Miteinbeziehen von wichtigen Bezugspersonen ist wichtig, da diese meist Teil des Vermeidungssystems sind (Psychoedukation).

Bei psychotischen Episoden in der Vorgeschichte, schweren körperlichen Erkrankungen und nicht ausreichender Motivation, ist Vorsicht geboten.

Beim Konfrontationsverfahren wird in Methoden unterschieden:

1. Graduiertes Vorgehen: Beginn mit „einfachen“ Situationen und schrittweise Steigerung der Schwierigkeit der Konfrontationssituationen. Die Gefahr bei dieser Methode: Die Klienten schonen sich zu sehr, vermeiden wirklich schwierige Situationen oder es liegen medizinische Einschränkungen vor.

2. Massiertes Vorgehen: An aufeinanderfolgenden Tagen für mehrere Stunden täglich Konfrontati-onstraining. Vorteil bei dieser Methode: Es kommt zu Spontanerholungen der Symptomatik und  Erwartungsängste werden minimiert, weiters ergibt sich ein schneller Behandlungserfolg.

3. Nicht-graduiertes Vorgehen/Flooding: Beginn mit besonders stark gefürchteten Situationen. Ist bei der Therapie von Angststörungen sehr erfolgreich. Die Gefahr bei dieser Methode: Zu hohe Leis-tungsanforderungen an den Klienten.

4. Konfrontation in vivo: Konfrontation mit der Problemsituation in der Realität. Intensive Aktivierung der Problemreaktion (z. B. Angst).

5. Konfrontation in sensu: Konfrontation mit der Problemsituation in der Vorstellung. Das Problem bei dieser Methode: gedankliche Vermeidung. Es ist sinnvoll, wenn der angstbesetzte Reiz nicht so leicht hergestellt werden kann (z. B. Gewitter, Prüfungsangst, Angst vor Krankheiten).

6. Implosion (massierte Konfrontation in sensu): Angstauslösende Reize werden erarbeitet und vom Therapeuten in eine Geschichte von 10 – 20 Minuten Dauer eingebettet. Diese wird dem Klienten vorgelesen, während er sich die Situation so intensiv wie möglich vorstellen muss. Dieser soll Gedanken zwischendurch immer wieder laut verbalisieren und das Ausmaß der Angst einschätzen. Die Angstgeschichte wird mehrmals wiederholt. Nachdem die Angst deutlich reduziert ist, wird die Geschichte noch 1 – 2 Mal vorgelesen.

Es wird in unserem Therapiezentrum sehr viel Wert auf ein Alkoholablehnungstraining gelegt, um den Klienten Stabilität und den richtigen Umgang mit Alkohol im Sinne eines dauerhaften und gestärkten Abstinenzverhaltens zu ermöglichen. Dies erfolgt nach einem auf die Person abgestimmten genau geplanten individuellen Behandlungskonzept, das mit dem Therapeuten erarbeitet wird.

Zuerst werden typische Trinksituationen (z. B. im Gasthaus nach Arbeitsschluss) erfragt, die dann mittels Rollenübungen simuliert werden, in denen der Klient das „Nein“ sagen lernt, um abstinent bleiben zu können. Schließlich geht es um den Transfer des Gelernten in die Realität als wichtigsten Schritt und um die Konfrontation mit Alkohol. Hier wird er auch weiterhin vom Therapeuten unterstützt. Dabei werden die für einen Klienten typischen Trinksituationen aufgesucht, und er kann sich erproben und feststellen, wie viel Stabilität er schon hat bzw. wie stark das Verlangen nach Alkohol noch vorhanden ist. Um erfolgreich zu sein, müssen diese Konfrontationen mit den typischen Trinksituationen mehrmals wiederholt werden.

Wissenswertes - Sinikka Huhndorf
07.08.2013
Die unsichtbare Gefahr: Versteckter Alkohol in Lebensmitteln

Alkohol in Lebensmitteln kann bei Alkoholkranken wieder das Verlangen nach Alkohol auslösen. Alkoholkranke dürfen nicht die geringste Menge Alkohol konsumieren, da sie dadurch Gefahr laufen, rückfällig zu werden. Die Alkoholsucht kann jederzeit durch den Konsum von Alkohol wieder ausbrechen. Deshalb ist es wichtig zu wissen, dass Alkohol in vielen Lebensmitteln enthalten ist, die auf dem ersten Blick als harmlos gelten. Dabei kommt es nicht auf die Alkoholmenge an, selbst der Geschmack von Alkohol ist für Alkoholkranke eine Gefahr!

Zum einen kann Alkohol unter bestimmten Voraussetzungen als Gärungsprodukt von Hefen und anderen Mikroorganismen in zucker- und stärkehaltigen Lebensmitteln entstehen. Zum anderen ist Alkohol ist aus geschmacklichen Gründen zunehmend in Lebensmitteln enthalten. 

Die Zugabe von Alkohol für Aromen verleiht vielen Speisen ihren speziellen Geschmack. Bei Fertigprodukten wird der Alkoholgehalt häufig gar nicht oder unter versteckten Bezeichnungen angegeben.  Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen kein Tröpfchen Alkohol zu sich nehmen sollten, verlieren da leicht den Überblick.
 
Alkohol wird unter den folgenden Bezeichnungen angeführt:
-Ethylalkohol oder auch Äthylalkohol
-Ethanol oder auch Äthanol
-Weingeist
-C2 H5 OH

Die Kennzeichnungspflicht des Alkoholgehaltes ist nicht einheitlich:
Alkohol gilt in Lebensmitteln nicht als Zusatzstoff, sondern als Zutat. Der Alkoholgehalt muss nur  bei Getränken angegeben werden, wenn er 1,2 Vol. % erreicht oder übersteigt. Getränke mit weniger als 0,5 Vol. % Alkohol sind nicht deklarationspflichtig und  dürfen als  „alkoholfrei“  bezeichnet werden. Malzbier kann bis zu 1 - 2 Vol. % Alkohol enthalten.

Bei nicht flüssigen Lebensmitteln sind solche Grenzwerte nicht vorgegeben. Bei nicht abgepackten Lebensmitteln ist die Angabe des Alkoholgehaltes nicht kennzeichnungspflichtig. Diese Tatsachen sind dem Verbraucher meistens nicht bekannt.

Die Liste der Lebensmittel, die Alkohol als Zutat oder versteckt als Aromaträger enthalten können, betrifft sämtliche Produktgruppen! 

Alkohol in Früchten und Gemüse:
Wenn Früchte gären, entsteht Alkohol. Deshalb haben einige Fruchtsäfte einen geringen Alkoholgehalt. Trauben gären stärker als anderes Obst. Bei Traubensaft ist bis zu 1 % Alkohol erlaubt! Wenn Bananen reifen, entsteht ein Gärungsprozess und damit Alkohol. Bananen, die ca. 10 Tage reifen, können bis zu 0,6 % Alkohol enthalten!
Sauerkraut entsteht durch einen Gärungsprozess. Dabei entsteht Alkohol, der beim Kochen nicht komplett verdampft.

Alkohol in Süßigkeiten:
Süßigkeiten, wie Schokolade, Marzipan, Torten, Lebkuchen und anderen Backwaren, Eis, Weingummi  etc. wird eine geringe Menge an Alkohol zugesetzt, um eine bessere Haltbarkeit oder  eine bestimmte Konsistenz  zu erreichen oder etwa aus geschmacklichen Gründen. Auch Süßigkeiten, die für Kinder gedacht sind, sind nicht alle alkoholfrei!


Alkohol in „alkoholfreiem“ Bier, Sekt und Wein:
In alkoholfreiem Bier steckt bis zu 0,5 % Alkohol. Eine Kennzeichnungspflicht, wie oben erwähnt, fängt erst bei 1,2 Vol. % an. Auch Malztrunk enthält ca. 0,5 % Alkohol. Malzbier enthält bis zu 1 - 2 Vol. % Alkohol. Radler enthält ca. 2,5 Vol.% Alkohol.
Alkoholfreier Sekt oder Wein dürfen als alkoholfrei bezeichnet werden, wenn max. 0,5 % Alkohol enthalten ist.
Alkoholfreies Bier, Sekt oder Wein gibt es also nicht!

Alkohol in Medikamenten:
Viele Medikamente, besonders die in flüßiger Form, enthalten teilweise nicht unerhebliche Mengen Alkohol. Homöopathische Heilmittel, Bachblüten, Tropfen und Mixturen sind fast ausnahmlos alkoholhaltig.
Folgende bekannte, rezeptfreie Produkte enthalten z. B. Alkohol:
Baldriantropfen, Buerlecithin, Doppelherz, Klosterfrau Melissengeist, Ginseng Tonikum.

Folgende Hustenmittel sind alkoholhaltig:
Pertussin Tropfen, Bisolvon, Tussamag, Wick Formel 44 Hustenlöser etc.
Hustensäfte und andere  flüssige Arzneimittel, die speziell für Kinder geeignet  sein sollen, enthalten oft in erheblichen Mengen Alkohol!

Alkohol in Suppen:
Ochsenschwanz-, Fisch- und Zwiebelsuppen, Bratensoßen werden Wein, Cognac, Sherry beigemischt. Beim Kochen verflüchtigt der Alkohol nicht vollständig. Nach 30 Minuten Garzeit kann  noch immer 35 % der zugegebenen Alkoholmenge vorhanden sein.

Alkohol in Kefir:
Kefir wird mit Kefirkulturen  (Milchsäurebakterien und Hefen) hergestellt. Dabei entsteht bis zu 2 % Alkohol.

Alkohol in Drogerieartikeln:
Alkohol ist häufig in Mundspülungen enthalten. Auch kosmetische Wässer, und Tonika sowie Parfüms und Rasierwässer sind meistens stark alkoholhaltig. Sogar manche Zahnpasten kommen nicht ohne Alkohol aus.
Auch Reinigungsmittel für Kontaktlinsen, Feuchtreinigungstücher und manche Putzmittel enthalten Alkohol.

Wer ganz auf Alkohol verzichten muss, fragt in Bäckereien, Kantinen, Restaurants  oder Eisdielen nach, ob die Speisen mit Alkohol zubereitet wurden. Wenn Alkohol in Lebensmitteln vorkommt, muss das auf der Zutatenliste stehen. Es lohnt sich daher, kritisch auf die Zutatenliste zu achten!

Neuigkeiten - Susanne Simoner
01.08.2013
Luft anhalten und staunen bei der Airpower 2013

Vom 28.06. bis zum 29.06.2013 wurde es in und rund um Zeltweg laut. Das Spektakel rund um dröhnende Turbinen, waghalsige Flugmanöver und halsbrecherische Fallschirmsprünge genannt „Airpower“, wurde von unseren KlientInnen heiß ersehnt. 

Am Samstagvormittag starteten wir bereits um 7.30 Uhr nach Zeltweg, um die angekündigten Staus zu vermeiden. Dieser Plan ging aber leider doch nicht auf und so standen wir bereits nach einer halben Stunde im ersten Stau. Die Euphorie wurde dadurch aber nicht getrübt und es wurde munter geplaudert und gescherzt, so dass die folgenden drei Stunden (im Gegensatz zu den 70 Minuten, die uns das Navigationsgerät anzeigte) dadurch dennoch  sprichwörtlich „wie im Flug“ vergingen. Außerdem konnten wir bereits in den letzten Kilometern des Staus von der Ferne Teile der Flugshow genießen.

Als wir uns - nachdem wir auf dem offiziellen Parkplatz endlich eine freie Lücke gefunden hatten - dem Gelände der Show näherten, wurde das Dröhnen der Motoren und Turbinen immer lauter. Wir ergatterten einen guten Platz in der Menge unter (an diesem Tag) geschätzten 180.000 Besuchern. 

Gebannt starrten wir in den Himmel und bewunderten die perfekt geflogenen Formationen. Bei manchen tollkühnen Flugmanövern - wie z. B. zwei Flugzeuge rasen auf gleicher Linie aufeinander zu und drehen erst im letzten Augenblick kurz vor einem Zusammenstoß ab - hörte man Aufschreie des Erschreckens und danach tosenden Applaus. Eine Gruppierung von Fallschirmspringern, ausgerüstet mit Spezialschirmen, sprang aus einer Höhe von 1200 m ab. Plötzlich ca. 400 – 500 m vor der Landung drehten sie ihre Schirme senkrecht nach unten und flogen im Sturzflug dem Publikum entgegen. Ca. 100 m vor der Berührung des Bodens schwenkten sie wieder in die Waagrechte und landeten gekonnt am sicheren Boden. 

Während den Pausen der variantenreichen Shows hatten wir die Möglichkeit, verschiedenste Flugobjekte zu betrachten, darunter auch die weltweit bekannte Kapsel, aus der Felix Baumgartner aus einer Höhe von 40 km gesprungen war. Diverse Stände sorgten für unser kulinarisches Wohl. 

Gegen 15 Uhr entschieden wir uns, um diesmal wirklich in keinen Stau zu geraten, die Show zu verlassen und fuhren den Weg von Zeltweg ohne weitere Unterbrechungen auf die Flattnitz zurück.

Eine aktive Freizeitgestaltung während der Therapie ist in zweierlei Hinsicht wichtig: Zum einen zur Stabilisierung der Klienten während der Therapie selbst und zum anderen, um generell ein Interesse an Freizeitaktivitäten zu wecken, damit diese auch nach der Therapie ein Bestandteil des Lebens werden.

 

Neuigkeiten - Georg Franz Taferner
24.07.2013
Alle Jahre wieder: Das Sommerfest der TherapiezentrenAlle Jahre wieder: Das Sommerfest der TherapiezentrenAlle Jahre wieder: Das Sommerfest der TherapiezentrenAlle Jahre wieder: Das Sommerfest der TherapiezentrenAlle Jahre wieder: Das Sommerfest der TherapiezentrenAlle Jahre wieder: Das Sommerfest der TherapiezentrenAlle Jahre wieder: Das Sommerfest der Therapiezentren
Alle Jahre wieder: Das Sommerfest der TherapiezentrenAlle Jahre wieder: Das Sommerfest der TherapiezentrenAlle Jahre wieder: Das Sommerfest der TherapiezentrenAlle Jahre wieder: Das Sommerfest der TherapiezentrenAlle Jahre wieder: Das Sommerfest der TherapiezentrenAlle Jahre wieder: Das Sommerfest der TherapiezentrenAlle Jahre wieder: Das Sommerfest der Therapiezentren

Feste sind ein wichtiger Bestandteil unseres Therapiealltags und stärken in erster Linie die Gemeinschaft und das Zusammengehörigkeitsgefühl. Jede dieser Festivitäten stellt für sich ein eigenes Projekte dar, bei dem alle KlientInnen in die Planung, Gestaltung und Durchführung miteingebunden werden, um so eine bestmögliche Identifikation mit dem jeweiligen Anlass zu ermöglichen. Geburtstags- oder Weihnachtsfeiern, Abschiedsfeste oder auch regelmäßige sportliche Aufeinandertreffen sind Fixpunkte in unserem Jahreskalender. Da diese Events eine Vielzahl an Lernsituationen beinhalten können, werden sie nicht bloß als Abwechslung zum Alltag gesehen, sondern bieten sich auch hervorragend als pädagogische und therapeutische Schulungsszenarien an, in denen automatisch „alltägliche Situationen des Lebens“ wieder durchlebt werden.

Einer der jährlichen Höhepunkte ist unser Sommerfest, das von den Therapiezentren Saualpe und Eisenhut gemeinsam veranstaltet wird. Heuer fand das Sommerfest am 14. Juli bei sonnigem Wetter auf der Sport- und Freizeitanlage in Glödnitz statt. 

Neben den annähernd 100 TeilnehmerInnen der Saualpe, Eisenhut und dem Zentrum für psychosoziale Rehabilitation Lakonig konnten wir auch den Vizebürgermeister der Gemeinde Glödnitz, Herrn Kronlechner, willkommen heißen. Im Anschluss an seine freundlichen Grußworte, erklärte er sich auch bereit, die Spielleitung des Fußballspiels zwischen den beiden Therapiezentren zu übernehmen.

In diesem fairen Aufeinadertreffen stand es bis in die letzten Minuten 0:0. Wobei es auffällig war, dass jeweils die Mannschaft, die „Bergauf-spielen“ musste, dominierte. So war es das Team Eisenhut, das in der ersten Halbzeit zu zahlreichen guten Torchancen kam, diese jedoch ungenutzt lies, ehe sich der Spielverlauf in der zweiten Halbzeit änderte. Kurz vor Ende der zweiten Halbzeit schaffte es dann die Saualpe eine ihrer schön heraus gespielten Torchancen mit einem fulminanten Kreuzecktor zum viel umjubelten Siegtor zu verwerten. 

Nach dem Fußballspiel ging es etwas ruhiger, aber nicht weniger spannend weiter – das Bocciaturnier stand auf dem Programm. Das Starterfeld umfasste 16 Zweierteams, die aufgeteilt in vier Gruppen um den Einzug ins Play-Off kämpften. Nach 31 Spielen und 1488 geworfenen Kugeln stand dann ein Doppelsieg des TZ Eisenhut fest.

Das abschließende Beachvolleyballturnier bildete den Höhepunkt des diesjährigen  Sommerfestes und wurde direkt neben dem Badesee vor zahlreichen Zuschauern ausgetragen. In ausgeglichenen Spielen mit vollem Einsatz und tollen Flugeinlagen konnte sich das Team “Die Flattnitzer“ vor der Saualpenmannschaft “Die Anbaggerer“ sowie den Gästen aus Gallizien den Turniersieg sicheren.

Auch für das leibliche Wohl war wieder bestens gesorgt. Neben einer ausgiebigen „Grillerei“, gab es ein reichhaltiges Kuchenbuffet, welches von unseren Köchen gemeinsam mit den KlientInnen zubereitet wurde.

Bei der Siegerehrung wurden den Gewinnern die schönen, von den Klienten in der Ergotherapie eigenständig angefertigten, Trophäen überreicht und bereits Pläne für zukünftige sportliche Aufeinandertreffen geschmiedet.

Therapeutisches Angebot -
10.07.2013
Erlebnispädagogik pur: therapeutisches Bogenschießen

In Asien sind Pfeil und Bogen ein Instrument der Meditation, eingesetzt zur Bewusstseinsfindung und als Konzentrationsübung. Im Mittelpunkt des Bogenschießens stehen die Harmonie des sich stets wiederholenden Bewegungsablaufs und das Finden innerer Ruhe. Geist, Körper, Bogen und Ziel werden zu einer Einheit. Für den Anfänger bedeutet das: Üben, bis der Bewegungsablauf zu einer harmonischen Einheit geworden ist. Geist, Körper, Bogen, Pfeil und Ziel werden zu einer Einheit. 

15 unserer Klienten meldeten sich zum Bogenschießen an. Die Teilnahme am Bogenschießen beinhaltet 2 Module. Modul 1 umfasst die Bereitstellung des Materials, die Einschulung in das Bogenschießen durch eine Trainerin sowie 1,5 Stunden Üben am „Einschießplatz“ unter Aufsicht der Trainerin. Modul 2 enthält die Bereitstellung des Materials, das gemeinsame Begehen des ausgeschilderten Parcours und das Schießen auf 3D-Tiere. Da der Parcour eine Länge von 4 km hat und mit ca. 30 3D-Tieren ausgestattet ist, dauert die Begehung mit insgesamt 6 Personen ca. 4 Stunden (Pfeilsuche inklusive). Das erste Modul fand am 9. Juni statt und traf auf ungeteilte Begeisterung unter den Teilnehmern.

Warum Bogenschießen guttut
Das Bogenschießen ist mit seiner Wirkung auf den Körper und die Psyche eine sehr sinnvolle Ergänzung für Menschen mit Konzentrationsschwäche, Antriebslosigkeit, Diskoordination, Bewegungsmangel etc. Insbesondere das Erleben von Spannung und Entspannung sowie die Förderung der inneren und körperbezogenen Wahrnehmung und der zielgerichteten Konzentration sind sehr hilfreich bei der Persönlichkeitsentwicklung. 

Des Weiteren kommt es auch zu einer Ausgewogenheit zwischen körperlichem und seelischem Wohlbefinden. Beim Bogensport werden Muskulatur, Bänder, Sehnen, Wirbelsäule und Gelenke sowie Atmung, Geist und Seele in Einklang gebracht. Die Konzentration ist in dieser Sportart Voraussetzung, den Bewegungsapparat gezielt einzusetzen.

Bogenschießen in der Therapie
Der Umgang mit Pfeil und Bogen fasziniert die meisten Menschen. Diese Begeisterung kann in der Therapie bei vielen Erkrankungen genutzt werden. Beim Bogensport gibt es keine ruck- oder stoßartigen Belastungen für den Stütz- und Bewegungsapparat. Dies ist die Voraussetzung, den Bogensport in der Sporttherapie wirkungsvoll einsetzen zu können. Die meisten Patienten denken beim Bogensport nicht daran, dass es sich beim Bogenschießen um eine Therapiemaßnahme handelt, sondern unterliegen der Faszination dieser Sportart und sind dadurch eher bereit, die erforderlichen Bewegungsabläufe durchzuführen. Bei korrektem Bewegungsablauf werden die Schultergürtel- und Rumpfmuskeln im Laufe der Zeit gestärkt und auch das Selbstbewusstsein gefördert. 

Tatsache ist, dass je wichtiger dem Schützen gute Treffer sind, er sich desto leichter verkrampft. Soll der Pfeil unbedingt in die Mitte treffen, bleibt dem Schützen oft nicht genug mentale Energie für den konzentriert durchgeführten Bewegungsablauf. Der Weg ist zuzusagen eigentlich wichtiger als das Ziel. Gelingt es, sich vom Erfolgsdruck zu befreien, und sind die Treffer dem Schützen nicht so übermäßig wichtig, wird es leichter, den Schuss im Vertrauen auf einen guten Bewegungsablauf nahezu unbewusst zu lösen. Der Schuss wird so letztendlich ein Treffer. Die vollkommene Konzentration auf die Ausübung der Technik versetzt den Schützen in einen Zustand des „Losgelöst Seins“ und des tiefen „Erfüllt Seins“. Der erfolgreiche Schuss gibt ihm ein absolutes Hochgefühl.

In der wöchentlich stattfindenden Reflexionsrunde wurde auch das Bogenschießen besprochen, was zur Folge hatte, dass sich weitere 10 Klienten dafür anmeldeten. Das ist nicht nur ein Indiz für interne Kommunikation unter den Klienten, sondern gibt auch Auskunft über die Zufriedenheit bei dieser erlebnispädagogischen Unternehmung.

Therapeutisches Angebot -
03.07.2013
Dank Integrationscoaching erwerbsfähig und abstinent

Neben der medizinisch therapeutischen Behandlung der Klienten ist das Erreichen bzw. Wiedererreichen der Erwerbsfähigkeit ein wichtiger Baustein zur Erlangung der Abstinenz. Daher kommt auch der Integrationsarbeit  bei Agil Sozialpädagogik eine große Bedeutung zu.

Die Integrationsarbeit wird in mehrere Phasen aufgeteilt:

1. Erstellen eines persönlichen Profiles
- Welchen schulischen oder beruflichen Abschluss hat der Klient?
- Welche Tätigkeiten hat er bisher verrichtet?
- Welche intellektuellen Fähigkeiten sind vorhanden?
- Gibt es körperliche Einschränkungen?
- Welchen Berufswunsch hat der Klient selbst?
- Mit welchen Materialien arbeitet der Klient gerne?
 
- Beschäftigt er sich lieber in einem Gebäude oder hält er sich bei der Arbeit lieber in freier Natur auf?

2. Festlegung konkreter Ziele
Ist eine Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt möglich?
- Wären Tätigkeiten jenseits des 1. Arbeitsmarktes sinnvoller?
- Welche Zusatzqualifikationen wären für einen guten Einstieg in den Arbeitsmarkt notwendig?

3. Vorbereitung auf den Wiedereinstieg
- Kontaktaufnahme mit dem zuständigen Arbeitsmarktservice
- Organisieren von Praktika 
- Erstellen von Bewerbungsunterlagen
- Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch
- Jobfinding und Integration

Die Antwort auf Fragen zum persönlichen Profil geben wertvolle Aufschlüsse für die Vorbereitung auf den beruflichen Einstieg nach erfolgreich beendeter Therapie. 

Bei manchen Klienten ist relativ rasch erkennbar, dass die berufliche Eingliederung nur gelingen kann, wenn der Klient zuvor berufsfördernde Leistungen wie eine Fort- und Weiterbildung im bisherigen oder eine Ausbildung  in einem neuen Beruf erhält. Daher müssen frühzeitig erforderliche Schritte eingeleitet werden. 

Die tatsächliche Belastbarkeit und Stressresistenz wird ebenfalls sehr oft unterschätzt. Die Absolvierung eines Praktikums ist ein gutes Instrument zur Abklärung und zur Sicherstellung, die richtige Berufswahl getroffen zu haben. Es gibt den Klienten auch die Möglichkeit, einen potentiellen Arbeitgeber und das neue Arbeitsfeld kennen zu lernen und die eigene Belastbarkeit und Stressresistenz zu erproben. 
Besonders eine mit einer Aus- und Weiterbildung verbundene „neue" Berufswahl muss gut hinterfragt werden. 

Wenn ein Klient jedoch, z. B. aufgrund multipler psychischer oder physischer Beeinträchtigungen nicht mehr in der Lage sein wird, ins Berufsleben einzusteigen, muss an gut strukturierten Tagesplänen gearbeitet werden. Die Suche nach ehrenamtlichen Tätigkeiten bzw. geringfügigen Beschäftigungen stellen dabei einen wichtigen Beitrag dar.

Neuigkeiten -
26.06.2013
Urlaub machen – aber trotzdem weiterkommenUrlaub machen – aber trotzdem weiterkommenUrlaub machen – aber trotzdem weiterkommenUrlaub machen – aber trotzdem weiterkommenUrlaub machen – aber trotzdem weiterkommenUrlaub machen – aber trotzdem weiterkommenUrlaub machen – aber trotzdem weiterkommen
Urlaub machen – aber trotzdem weiterkommenUrlaub machen – aber trotzdem weiterkommenUrlaub machen – aber trotzdem weiterkommenUrlaub machen – aber trotzdem weiterkommenUrlaub machen – aber trotzdem weiterkommenUrlaub machen – aber trotzdem weiterkommenUrlaub machen – aber trotzdem weiterkommen

Vom 6. bis zum 9. Juni ging es zu unserem alljährlichen Sommerurlaub an den Faaker See in das Hotel Mittagskogel. Mit dabei waren 13 Klienten aus beiden Häusern sowie Sporttherapeut Markus Auer und der klinische Psychologe des Therapiezentrums Eisenhut Mag. Thomas Hierländer.
 
Gleich nach dem Einchecken nutzten wir das schöne Wetter und verbrachten den Nachmittag im Strandbad Egg am See. Nach dem Abendessen fuhren wir nach Faak am See und besuchten den Bauernmarkt. Danach besuchten wir die Disco “House of Rock“. Am ersten Abend ließen wir es nicht zu spät werden – immerhin stand am nächsten Tag der Hochseilpark auf der Taborhöhe auf dem Programm.

Auf der Taborhöhe genossen wir zuerst den wunderbaren Ausblick auf den Faakersee. Nach einer ausführlichen Einschulung ging es auf die sechs unterschiedlich schwierigen Parcours, die für jeden eine Herausforderung darstellten. 


Hier mussten wir alle teilweise an unsere Grenzen gehen, um die Übungen in bis zu 20 Metern Höhe zu meistern. Ermüdet und zufrieden über die erbrachten Leistungen ging es vom Hochseilpark direkt an den See, denn dieses Mal war Bootfahren angesagt.

Am Freitagabend ging es nach Velden an den schönen Wörthersee zur Rock & Pop Klangwelle. Wir ließen uns von 50 m in den Himmel schießenden Wasserstrahlen, Laseranimation, Wasserleinwänden und Rockiger Musik beeindrucken. Bis nach Mitternacht nützen wir die laue Frühsommernacht und flanierten auf der Seepromenade und genossen noch das eine oder andere alkoholfreie Getränk.

Den dritten Tag begannen wir mit einem Besuch des Tierparks und Labyrinths in Rosegg. Im Labyrinth waren Orientierungsfähigkeit und Ausdauer gefragt, um den Weg aus dem Irrgarten zu finden. Den Nachmittag verbrachten wir dann am Hoteleigenen Schwimmteich und am nahegelegen Aichwaldsee. Nach dem Abendessen betätigten wir uns zunächst wieder sportlich. Im Asphaltstockschießen traten die beiden Therapiezentren gegeneinander an. Wobei sich das Therapiezentrum Saualpe knapp durchsetzen konnte. Der letzte Abend führte uns vorerst nach Drobolach in eine Cocktailbar (zum  Konfrontationstraining, denn immerhin machten wir ja Urlaub im Rahmen einer Alkoholtherapie). Danach ging es für einige ausdauernde weiter in den V-Club nach Villach. Am Sonntag ließen wir nach dem Auschecken beim Hotel den gemeinsamen Urlaub mit einer gemeinsamen Partie Minigolf und einem Besuch des Strandbades ausklingen.
 
Im Vordergrund dieses Ausfluges stand vor allem der Urlaubsgedanke. Jedoch wurden die Klienten auch mit unterschiedlichen outdoor-pädagogischen Elementen herausgefordert oder vor allem bei den abendlichen Unternehmungen mit dem Thema Alkohol konfrontiert. Im Hochseilpark waren Willensstärke, Durchhaltevermögen und das Planen von Handlungen und Schritten notwendig, um ein kontrolliertes Klettern zu ermöglichen. Und eben diese Kriterien sind auch die Voraussetzung, die eine erfolgreiche Entwöhnung ausmachen. Somit sollten die Klienten lernen, Risiken wahrzunehmen, Vorsorge zu treffen und die Folgen des eigenen Handelns abschätzen.

Wissenswertes - Franz Kopecek
19.06.2013
Alkoholerkrankung und Komorbidität

Was ist Komorbidiät?
Eine Alkoholabhängigkeit tritt meist mit einer oder mehreren psychischen bzw. körperlichen Erkrankungen bei einem Individuum auf und ist ein sehr komplexes Geschehen. Komorbidität bezeichnet in diesem Zusammenhang das Auftreten einer Abhängigkeitserkrankung in Kombination mit psychischen bzw. körperlichen Erkrankungen.

Ursachen der Komorbidität:
Die psychischen Störungen können als Folge der Alkoholkrankheit (Trigger-Modell) oder die Abhängigkeit als Folge von psychischen Störungen (Drift-Hypothese) entstehen. Des Weiteren wird ein genetischer Einfluss diskutiert (Dopaminhypothese). 


Psychische Erkrankungen:
In einer von Kessler et al. (1997) durchgeführten Studie konnte bei 78,3 % der alkoholabhängigen Männer und bei 85 % der Frauen eine zusätzliche psychische Störung beobachtet werden. So finden sich bei alkoholkranken Menschen neben anderen Persönlichkeitsstörungen bis zu 50 % Merkmale von Borderline-Persönlichkeitsstörungen bzw. dissozialen Persönlichkeitsstörungen. Des Weiteren treten Angststörungen, Depressionen, manisch-depressive Störungen und psychotische Störungen auf. 

Physische Erkrankungen:
Neben der Parallelität von Alkoholabhängigkeit, psychischer Störungen und erhöhter Suizidalität kommt es zu körperlichen Folgeschäden, die Körperorgane sowie zentrales und peripheres Nervensystem betreffen. Häufig treten dabei u. a. Schädigungen der Leber, der Nervenbahnen (Polyneuropathien), der Bauchspeicheldrüse und des oberen Verdauungstraktes auf. Schädigungen des Gehirns äußern sich in Hirnleistungsstörungen (organisches Psychosyndrom) bis hin zu anamnestischen Syndromen (Bsp.: Korsakow-Syndrom). 

Komplexität:
Die Verläufe von Alkoholabhängigkeit und psychiatrischer Erkrankung beeinflussen sich dabei gegenseitig. Die betroffenen Menschen benötigen daher eine besondere Betreuung während der Therapie, die eine wirksame Kombination von pharmakotherapeutischer, psychotherapeutischer und medizinischer Maßnahmen erfordert, um die Defizite im physischen, psychischen, kognitiven und sozialen Bereich zu kompensieren. 
Durch die Komorbidität besteht oft die Gefahr, dass Alkoholabhängige durch das Setting der Therapie überfordert werden. Sie fallen durch Unzuverlässigkeit, Unfähigkeit Regeln einzuhalten, Probleme mit Mitklienten und dem Personal, häufige Therapieabbrüche und Probleme bei der Wiedereingliederung in das soziale Umfeld auf.


Das Konzept bei Agil Sozialpädagogik

Da sich die in unseren Therapiezentren betreuten Klienten sowohl physisch und psychisch als auch kognitiv in unterschiedlichster Verfassung befinden, sind die zu setzenden Maßnahmen auf die jeweilige Person individuell abgestimmt.

Mit unserem Konzept der Langzeittherapie bieten wir optimale Heilungs-, Resozialisierungs- und Integrationschancen. Unser therapeutisches Handeln orientiert sich am Konzept der verlaufsorientierten Therapie der Alkoholabhängigkeit, ist individuell und interdisziplinär

Die Komplexität der Alkoholerkrankung – verbunden mit anderen komorbiden Erkrankungen – und ihre mannigfachen Bedingungskonstellationen erfordert eine Vielzahl und Vielfalt von therapeutischen Maßnahmen: medizinische Betreuung, psychiatrische Verlaufskontrolle, Psychotherapie, Gruppentherapie, Klinische- und Gesundheitspsychologie, Ergotherapie, Sozialarbeit, Arbeits-, Beschäftigungstherapie, Kunst-, Kreativprojekte, Ernährungsberatung, Sport-, Bewegungstherapie bis hin zur Angehörigenarbeit. 

Wir haben auf diese Herausforderungen reagiert und zusätzlich medizinisches Fachpersonal eingestellt, die psychiatrischen Verlaufskontrollen verdoppelt und die medizinische Betreuung intensiviert.

Unsere Hauptziele sind die Unterbrechung des Abhängigkeitsprozesses, die Entwicklung eines neuen Gesundheitsbewusstseins und die Änderung des Lebensstiles.

 

 

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14